Die 3 Phasen des „anders machens“

Etwas anders zu machen ist doch gar nicht so schwer, oder? Ich meine, ich kann doch morgen früh statt zuerst zu duschen auch zuerst Zähne putzen, oder? Ja, wahrscheinlich. Aber wie sieht es damit aus, wenn ich grundlegende Dinge in meinem Leben „für immer“ ändern will? Wie das abläuft werde ich euch hier mal beschreiben. Es ist wie in jedem guten Film. Viele Gefühle mit Höhen und Tiefen.Ich habe die Entwicklung des „anders machens“ für euch mal in 3 Phasen aufgeteilt, ich denke so lässt es sich am besten beschreiben.

Phase 1: Die Idee
Der Hauptdarsteller (oder eben die Hauptdarstellerin, wie ihr gerne wollt) stößt zufällig, durch Freunde, Nachrichten, einen Artikel in der Zeitung oder im Internet, durch einen Bericht im Fernsehen oder sonst irgendetwas auf ein Thema, mit dem er sich vorher nicht beschäftigt hat. Aus welchen Gründen auch immer. Er beschäftigt sich kurz oder länger damit und bildet sich seine Meinung. Hier kommen die ersten großen Gefühle. Es kann sein, dass der Hauptdarsteller etwas so schockierendes erfährt (wie zum Beispiel das Ausmaß des Plastikkonsums: http://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/unsere-ozeane-versinken-im-plastikmuell/ ), dass er beschließt, etwas in seinem Leben zu ändern. Hier kommen dann die Begeisterung über die eigene Idee und die Motivation hinzu!

Phase 2: Die Arbeit
Jetzt beginnt der Hauptdarsteller übermotiviert mit der Internet-Recherche nach Informationen und Alternativen und wird ziemlich schnell enttäuscht. Es ist schwieriger als gedacht und es kostet doch ein bisschen Zeit, Geduld und Mühe. So große Änderungen gehen eben nicht von heute auf morgen. Dessen ist sich jetzt auch der Hauptdarsteller bewusst und beschließt noch nicht aufzugeben. Es wechseln sich hier also Frust und Motivation ab. Die ersten kleineren oder größeren Erfolge im neuen Verhalten werden erzielt und nun kommt auch der Stolz hinzu. Dieser ist auch völlig gerechtfertigt, egal wie klein die Änderung, die ihr macht sein mag, ihr dürft echt stolz darauf sein. Das ihr etwas ändert, ist schon sehr viel wert. Phase 2 kann etwas dauern, je nach Größe des Problems, aber nach ihr kommt…

Phase 3: Die neue Normalität
Von Phase 2 geht es fließend in Phase 3 über. Der Hauptdarsteller muss nicht mehr bewusst hingucken, was er kauft oder darüber nachdenken, wie er sich verhält, es ist alles ganz normal für ihn geworden und geht von alleine. Dass der Hauptdarsteller in Phase 3 ist, merkt er erst später. Hier kommt zu dem Stolz noch die Freude und damit das „Happy End“. Oder eben der Anfang einer neuen Änderung.

Es ist nicht immer leicht, aber es lohnt sich, nicht aufzugeben!

Falls euch interessiert, wie es bei mir gerade aussieht, bei meinem „anders machen“ mit dem Plastikkonsum, dann dürft ihr gerne weiterlesen. Falls nicht, lest gerne an anderer Stelle weiter! 😛

Ich befinde mich gerade in Phase 2. Ich hatte ja in meinem Beitrag über meine Vorsätze für 2015 bereits erklärt, dass ich versuchen werde, weitestgehend auf Plastik zu verzichten. Soweit so gut, Phase 1 habe ich damit ja bereits durch. Ich befinde mich also gerade in Phase 2. Ich fing Ende 2014/Anfang 2015 an, viel über plastikfreies Leben im Internet zu lesen und bin in mehrere Läden gegangen, um herauszufinden, was es ohne Plastik gibt. Ich kann euch sagen, gar nicht so einfach. Als ich mich im Supermarkt bewusst umgesehen habe, – auch im Biosupermarkt – war ich ziemlich schockiert und irgendwie auch verärgert. Es gibt fast nichts, was nicht aus Plastik besteht oder darin eingepackt ist oder beides. Ich wollte am liebsten laut losschreien, warum denn keiner merkt, was hier passiert. Aber damit schreckt man mehr Leute ab, als dass es etwas nützt.
Nach den ersten Schocks habe ich natürlich versucht, soweit wie irgendwie möglich, ohne Plastik bei meinen Einkäufen auszukommen. Das klappt auch schon ganz gut, und jedes Mal, wenn ich aus dem Laden gehe und kein/kaum Plastik kaufen musste, bin ich echt stolz auf mich und muss es immer gleich jemandem erzählen. 😀 Aber ich denke, bis das wirklich zur Gewohnheit wird dauert es noch ein bisschen. Aufgeben werde ich jedenfalls nicht.

In diesem Sinne, kämpft für das, was euch wichtig ist!
Euer Grünes Einhorn

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3 Gedanken zu “Die 3 Phasen des „anders machens“

  1. Die 3 Phasen sind ein sehr gutes Modell, um etwas zu verändern. Ich würde noch den Zwischenschritt „(kleine) Ziele und Zwischenziele stecken“ einziehen, um vom Schritt 1 zu Schritt 2 zu kommen und dann geht die Motivation nicht ganz so schnell verloren. Beim Vermeiden des Plastiks wäre für mich der erste Schritt, die Plastiksackerl beim Einkaufen weg zu lassen. Was auch immer passieren muss: Selbstreflexion! Viel Erfolg! LG Sabrina

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    • Danke für den Hinweis, das stimmt auf jeden Fall. Ich wollte allerdings auch keine wirkliche Anleitung schreiben, wie es am besten geht, sondern eher so eine Art Orientierung, wie das Ganze meistens abläuft. 😉
      Aber klar, Zwischenziele und damit auch Erfolge sind total wichtig. Ich glaube ich habe das auch aus dem Grund nicht extra aufgeführt, weil ich das schon unbewusst mache und nicht mehr so viel darüber nachdenke. Das meinte ich auch mit dem stolz sein, das kommt bei mir immer, wenn ich es z.B. geschafft habe, komplett ohne Plastik einzukaufen oder z.B. eine gute plastikfreie Alternative gefunden habe, mit der ich nicht unbedingt verzichten muss! 🙂 Also immer dann, wenn ich schon ein kleines Ziel erreicht habe! 🙂
      Danke & LG 🙂

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