Umgang mit Trinkwasser + 16 Spartipps

P1090025bBevor ihr anfangt zu lesen, wollt ihr euch noch kurz ein Glas Wasser holen? Gut, dann kann es ja jetzt losgehen. Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, wie wichtig Wasser für uns ist? Es ist für uns lebensnotwendig, denn wir bestehen zu ca. 70-80% aus Wasser und brauchen es für jegliche Stoffwechselaktivitäten. Wir benötigen je nach Gewicht und Betätigung mehrere Liter pro Tag davon. Ist ja auch kein Problem, denn es ist doch genügend Wasser da, oder nicht? Schon, aber wie lange noch?

Die Erde ist zu 71% von Wasser bedeckt. Das ist doch eine ganze Menge. Leider sind davon nur ca. 3% Süßwasser. Das sind aber nicht 3% nutzbares Süßwasser, sondern 2,7% davon sind Eis und Schnee. Nur 0,3% des gesamten Wassers auf der Erde ist Trinkwasser!

Dazu kommt, dass dieses Trinkwasser sehr ungerecht verteilt ist. Wir haben hier in Deutschland erstmal kein Grund zur Sorge. Trinkwasser gibt es an jeder Ecke und wenn wir Durst haben, holen wir uns etwas. In vielen anderen Orten der Welt ist das Trinkwasser nicht nur knapp, sondern auch noch sehr verschmutzt.

Wir haben hier also das Glück, Trinkwasser in bester Qualität und ausreichender Menge zur Verfügung stehen zu haben. Das ist auch wichtig. Doch wenn wir uns mal überlegen, wie viel Trinkwasser wir täglich verbrauchen, sollte uns das zu denken geben.
Als erstes fällt uns natürlich das Wasser ein, das wir trinken. Das ist auch gut und wichtig, denn wir können nur wirklich gesund sein, wenn wir genügend trinken. Also spart bitte nicht daran. Aber das war keinesfalls alles, was wir am Tag verbrauchen und auch sicherlich nur ein kleiner Teil davon.
Wir trinken Wasser, wir kochen damit, wir putzen uns die Zähne und waschen uns die Hände. Soweit so gut, aber das war es noch lange nicht!

Außerdem waschen wir damit unsere Wäsche, wir duschen, wir baden, wir gießen die Blumen. Und das allerschlimmste:

Wir spülen mit Trinkwasser unsere Toiletten!

Das ist absolut lächerlich. In anderen Teilen der Welt gibt es Menschen, die vielleicht sogar froh darüber sind, wenn sie mal einen Schluck Wasser aus einer dreckigen Pfütze bekommen und wir nehmen uns das Recht heraus, unsere Toiletten mit Trinkwasser zu spülen. Und gerade die Toiletten sind große Wasserverbraucher. Pro Spülung gehen dabei ca. 9 Liter Wasser den Abfluss runter. 9 Liter bestes Trinkwasser pro Toilettenspülung! Was dabei raus kommt, ist, dass pro Tag und pro Kopf weit über 100 Liter Wasser verbraucht werden. Dabei brauchen wir zum Überleben nur 2-3 Liter pro Tag.

Jetzt ist natürlich die Frage, was wir dagegen tun können. Viele Haushalte nutzen bisher ausschließlich Leitungswasser. Bei Mietwohnungen habt ihr vermutlich auch keine andere Chance, aber es bringt sicherlich trotzdem etwas, den Vermieter nach eine Alternative zu fragen, denn dann wird auch dieser auf die Problematik aufmerksam.
Aber warum nutzen wir eigentlich kein Regenwasser? Zum Garten sprengen und Toilette spülen ist es allemal gut. Und zum Wäsche waschen und Blumen gießen ist es sicherlich noch besser als Leitungswasser, da es weniger kalkhaltig ist. Eine Regenwassernutzung im großen Rahmen geht aber nur, wenn im Garten/unterirdisch ein großer Vorratsbehälter steht, der das Regenwasser vom Dach sammelt. Dieser muss dann so angeschlossen werden, dass die gewünschten Dinge mit Regenwasser versorgt sind. Allerdings ist das nicht überall einfach so möglich. Wenn ihr aber die Möglichkeit dazu haben solltet, macht es! Ihr spart Wasser und Geld, schont die Umwelt und eure Wäsche.
Aber für den Anfang ist es auch eine gute Idee, sich eine Tonne in den Garten zu stellen, in der Regenwasser aufgefangen wird, das man dann zum Blumen gießen etc. nutzen kann.

Zusätzlich habe ich jetzt noch ein paar Tipps zum alltäglichen Wasser sparen für euch, die jeder umsetzen kann. Egal ob Wohneigentum oder Mietwohnung!

  1. Beim Einseifen der Hände das Wasser ausstellen.
  2. Beim Shampoonieren + Einseifen unter der Dusche das Wasser ausstellen
  3. Duscht nicht unnötig lange
  4. Das Wasser muss auch beim Zähneputzen nicht weiterlaufen
  5. Drückt die Stop-Taste an eurer Klospülung
  6. Ein Tipp von langsamerleben: Füllt eine 0,5l Flasche mit Sand oder Wasser und stellt sie in den Spülkasten
  7. Spült nicht mit laufendem Wasser
  8. Badet nur noch selten, duscht lieber
  9. Verwendet Sparaufsätze für eure Wasserhähne (Durchlaufbegrenzer)
  10. Repariert tropfende Hähne umgehend (Es können bis zu 48 Liter pro Tag wegtropfen!)
  11. Spülmaschine und Waschmaschine nur voll anstellen
  12. Stellt einen Eimer in eure Dusche und lasst das Wasser dort hinein laufen, bis es warm ist. Das Wasser könnt ihr dann zum Putzen und Blumen gießen benutzen (ich bin scheinbar nicht die Einzige, die das macht, das ist ebenfalls hier nachzulesen)
  13. An die Frauen und die langhaarigen Männer: Wascht eure Haare nicht jeden Tag, das ist für eure Haare auch besser
  14. Beim Kauf von neuen Geräten auf den Wasserverbrauch achten (Spülmaschine etc.)
  15. Dinge kaufen, bei deren Produktion möglichst wenig Wasser verwendet wurde
  16. Trinkt auf, anstatt wegzukippen

Ihr seht, es ist gar nicht so schwer, Wasser zu sparen.

Und das Beste daran: Wir sparen dabei auch Geld!


einfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur neuen Blogparade Einfach. Nachhaltig. Besser. Leben
Die Linkparty findet im April auf diesem Blog statt.

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6 Gedanken zu “Umgang mit Trinkwasser + 16 Spartipps

    • Danke schön 🙂
      Ja na klar, Geld spart man damit natürlich auch 🙂 Ich finde, dass ist es toller Nebeneffekt. Leider kann man wenig Leute dazu überzeugen, Trinkwasser zu sparen, wenn man nur das Geldargument anführt, das sei es ihnen dann meist wert oder egal. Aber ich finde den Ressourcenaspekt dahinter viel wichtiger!
      Liebe Grüße!

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  1. Pingback: Nach der Linkparty ist vor der Linkparty: {EiNab} geht in die zweite Runde | Verrücktes Huhn - Neues aus dem wahren Leben

  2. Super Beitrag und so einfach umzusetzende Tipps. 🙂
    Vielleicht kennst du ja auch schon das Projekt „Dopper“ – falls nicht, schau dir das doch mal an. Ich glaube, das könnte dir gefallen! Auf meinem Blog findest du auch einen Artikel dazu.

    Liebste Grüße, Fräulein Fiete

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