Rückblick – Januar ohne Plastik

Hier kommt mein erste Fazit zum plastikfreien Leben. Ich habe Ende Dezember angefangen, auf Plastik zu verzichten bzw. es zu versuchen. Seitdem hat sich schon einiges geändert, aber auch irgendwie noch nichts. Auf jeden Fall gehe ich bewusster durchs Leben und gucke viel genauer hin, was ich eigentlich alles konsumiere.

1. Die Einkäufe
Meine Einkäufe im Januar sind weitestgehend plastikfrei. Ich habe es nicht ganz geschafft, auf Plastik zu verzichten, aber ich habe es nur dann gekauft, wenn es wirklich nicht anders ging. Und bisher bin ich ziemlich zufrieden, es ist nicht unmöglich, plastikfrei einzukaufen. Wo es doch mal sein musste, habe ich ziemlich lange hin und her überlegt, abgewägt und nur mit Widerwillen gekauft. So zum Beispiel bei den Nudeln. Ich esse nur noch Vollkornnudeln, da sie mir einfach besser schmecken und besser sättigen als normale Nudeln. Ich war ziemlich froh, dass Barilla auch Vollkornnudeln hat, denn das ist die einzige Firma, die Nudeln in Pappkartons verkauft, zumindest in den Läden hier in der Nähe. Außerdem sind sie bei Animals Liberty grün gelabelt, was mir wichtig ist, da ich auf Tierversuche verzichten will. Und jetzt kommt das ganz dicke ABER. Barilla hat bei der Verpackung der Vollkornnudeln ein Guckfenster eingebaut. Klar, sonst könnte ja auch sonst was in der Packung sein. Ärgerlich, weil ich nun also doch ein kleines bisschen Plastik im Einkaufswagen hatte. Das Gleiche gab es bei den Taschentüchern in der Pappbox, auch da war ein Folienrand um den Auszug offensichtlich wichtig. Dazu kam dann noch das Klopapier. Ich habe nur welches in einer Plastiktüte gefunden und die Alternativen, von denen ich bisher gelesen habe, kommen für mich erstmal nicht infrage. Aber dafür gibt es jetzt recyceltes Klopapier. Immerhin etwas.

2. Das Geld
Anfang des Monats lege ich mir immer ein bestimmtes Budget für Lebensmittel und Drogerie-Artikel zur Seite. Als ich den Vorsatz gefasst hatte, auf Tierversuche und Plastik zu verzichten, war mir klar, dass ich mehr Geld ausgeben werde. Aber das ist es mir wert. Es geht immerhin um das Leben verschiedenster Tiere, um die Umwelt und auch um meine Gesundheit.
Ich habe mir dennoch zunächst die gleiche Menge Geld zur Seite gelegt wie vorher auch. Ich wollte sehen, wie weit ich damit komme.
Mein Einkaufsverhalten vorher war eher ungeplant, sehr spontan und meist dann, wenn ich Hunger hatte. Das ist natürlich nicht sehr vorteilhaft für den Geldbeutel und meist war mein Budget überschritten. Ich kaufte eben immer das, worauf ich so Lust hatte und dabei auch viel Unnötiges. Jetzt musste ich genau hingucken, was ich kaufe und was ich brauche. Und siehe da, die Produkte selbst mögen vielleicht teurer sein, aber ich kaufe nur noch das, was ich wirklich brauche.
Ich habe diesen Monat mein Budget ziemlich genau eingehalten, bzw. nicht überschritten.
Allerdings ist das erstmal nur ein Zwischenstand. Mal gucken, wie es weitergeht. Ich hatte noch einige Vorräte zuhause, für die ich vielleicht etwas anderes hätte einkaufen müssen. Trotzdem ist das ein toller Erfolg, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte! 🙂

3. Das Gefühl
Ehrlich, es fühlt sich super an, etwas Gutes zu tun! Ich kann das nur jedem empfehlen. Egal wie umständlich oder anstrengend es sein kann, sich so sehr umzustellen, es lohnt sich! Denn kleinste Erfolge machen schon sehr viel Spaß. Außerdem freue ich mich darauf, Dinge selbst herzustellen, wie zum Beispiel Waschmittel oder Shampoo.

4. Mein Umfeld
Das ist der wohl kritischste Punkt in meinem Fazit. Meine Familie hat sehr positiv reagiert. Bisher haben alle Familienmitglieder, denen ich es erzählt habe, positiv reagiert und mir Mut gemacht, auch wenn sie es selbst eher (noch) nicht umsetzen.
Es gab nur wenige Menschen, die negativ reagiert haben, was mich auch sehr getroffen hat, da diejenigen mir sehr nahe stehen. Aber ich hoffe/glaube, dass es mit der Zeit anders wird! 🙂 Ich habe mich nicht besonders zurückgehalten, davon zu erzählen, aber ich bin dabei „vorsichtig“ gewesen und habe es auch nicht jedem erzählt, der es vielleicht gar nicht wissen wollte.
Ich habe mit viel mehr negativen Reaktionen gerechnet, es war aber eher so, dass die meisten es unkommentiert stehen lassen haben. Ich habe aber auch von einigen Leuten Zuspruch erhalten und sie zum Nachdenken angeregt, bei denen ich niemals damit gerechnet hatte.

Wenn ich jetzt also nochmal zurück blicke auf den Januar, dann bin ich sehr zufrieden.
– Ich bin dabei, viele Dinge in meinem Leben zu ändern, lebendiger zu leben.
– Ich habe diesen Blog gestartet.
– Ich habe viele Tipps und Rezepte gelesen und freue mich aufs Ausprobieren!
– Ich habe schon ein paar wenige Leute zum Nachdenken gebracht.
– Und das Wichtigste: Ich habe Spaß dabei!

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16 Gedanken zu “Rückblick – Januar ohne Plastik

  1. Pingback: 2015 – Mein Jahresrückblick | Grünes Einhorn

  2. Was du schreibst, ist interessant. Ich würde mich auch selbst als Öko bezeichnen und achte schon immer darauf, dass alles was ich kaufe Bio und/oder vegan ist, nehme lieber ´nen Rucksack mit als mit eine Plastiktüte geben zu lassen, aber komplett auf Plastik zu verzichten, war mir bisher zu krass. Werde mich mal weiter von dir inspirieren lassen 🙂
    LG Franzi von http://www.halbhippie.wordpress.com

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    • Vielen Dank, das finde ich super, wenn ich dich inspirieren konnte! Ich habe inzwischen festgestellt, bei fast allen Lebensmitteln ist es relativ einfach, eine Alternative zu finden. Schau mal unter „Alternativen“.
      Schwerer fällt es mir da schon bei nicht essbaren Artikeln oder bei meinem Hobby. Da habe ich bisher noch nicht so sehr „aufgeräumt“, aber das ist meine nächste/aktuelle Baustelle und auch das wird sich sicher regeln 🙂
      Man muss eben einfach den Mut haben, mal was Neues zu probieren (und vielleicht auch zu scheitern, aber wie heißt es so schön „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren“.) und Dinge zu ändern 😉 Wenn du Fragen hast, einfach immer gerne schreiben 🙂
      Viel Erfolg und vor allem viel SPAß dabei!
      Liebe Grüße!

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  3. „Seitdem hat sich schon einiges geändert, aber auch irgendwie noch nichts.“
    Streich den zweiten Satz, .. ich finde da hat sich schon einiges verändert. Allein deine Sichtweise versetzt ja schon Berge 🙂 Find ich supi.

    Also ich habe einfach direkt den Blog gestartet und da wussten alle in meinem Bekannten und Familienkreis Bescheid. Ein paar Menschen hatte ich es zwar im Vorfeld schon angedeutet, aber so richtig „gecheckt“ haben die es erst mit dem Lesen meines Blogs.
    Die Resonanzen sind bei mir sehr positiv. Meine Familie achtet auch bereits auf das ein oder andere, selbst meine Schwester, die sich immer schwer tut etwas zu ändern, versucht jetzt auf Plastik zu verzichten.

    Negative Kommentare habe ich auch erhalten, zB von meinen Chefs, die mich eh schon immer als seltsam und Ökotante abstempeln. Aber wir mögen usn trotzdem und plötzlich steht da ein Getränk für mich in einer Glaslfasche im Büro. Meine Lebensweise wird also doch akzeptiert.

    Am Budget hat sich ein bisschen was verändert. Ich gebe im Monat rund 40 Euro mehr aus. Allerdings denke ich, dass sich das mit der Zeit noch einpendeln wird. Manche Anschaffungen sind ja nur in der Erstanschaffung teuer, halten dafür aber richtig lange.

    Weiter so! Du machst das Super.
    Viele Grüße 🙂

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    • 😀 ja da hast du eigentlich recht!
      Ich bekomme nur so mittelmäßig positive Resonanz. Meine Familie findet es gut, die haben aber zum Teil Angst, dass ich jetzt so eine „Ökotussi“ werde. Die meisten meiner Freunde und Kollegen verdrehen etwas angenervt die Augen, aber das sind auch die Leute, die nicht nachvollziehen können, dass man auch vegetarisch leben kann :D. Aber vielleicht ändert sich das ja auch noch. Ich bin da sehr zuversichtlich. 🙂
      Und sonst sind die Reaktionen sehr gemischt, es gibt Leute, die fragen genauer nach und sind skeptisch und neugierig. Und es gibt welche, die reagieren kaum darauf, ich denke die glauben das nicht, oder realisieren nicht, was es bedeutet.
      Wie lange ziehst du das denn jetzt schon durch? 🙂
      Liebe Grüße 🙂

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      • Also ich mach das auch erst seit 3 Monaten und die Resonanzen sind echt super Positiv. Konnte schon einige mitreißen auch mitzumachen, natürlich machen nicht alle es so extrem wie ich, aber viele achten plötzlich auf Dinge, die sie vorher nicht gesehen haben. Lassen zB Plastiktüten im Supermarkt weg und kaufen vermehrt Mehrwegartikel in Glas und sowas. Selbst Leute wie meine Cousins oder mein Onkel, die absolute Machos sind, sehen das Problem ein und haken genauer nach.

        Aber manche verdrehen natürlich auch die Augen. Aber das juckt mich nicht. Ich war eh schon immer ne Hippietante und die meisten wundert meine Einstellung auch nicht. So ein paar Blödis hat man ja immer dazwischen. Die kommen aber auch noch dahinter wie toll es ist auf Umwelt und sich selbst etwas mehr Rücksicht zu nehmen. Nicht unterkriegen lassen 🙂

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      • Unterkriegen lasse ich mich auf keinen Fall, das spornt mich eher noch an, wenn diese Leute dann meinen, das wäre doch sowieso unmöglich 😀
        Mich stört eher, dass es bei vielen nix bringt etwas zu sagen. Die müssen erst alle selbst dumm vor die Wand laufen, bis sie es schnallen. Und ich möchte gerne so oft etwas sagen, aber dann schalten die meisten auf Durchzug und machen es vielleicht aus Trotz erst recht. Ich muss mich manchmal echt zusammen reißen 😀 Dann sag ich nicht viel dazu und warte erst mal auf die Reaktionen. Und dann kann man evtl. anfagen mal aufzuzeigen, was alles schief läuft.
        Ich hoffe die Menschheit kommt noch schnell genug dahinter, dass wir unsere Erde hier grade selbst zerstören. 😉

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      • Also ein Ruck ist ja schon zu spüren. Viele interessieren sich für eine gesündere Lebensweise und achten dabei auch nicht nur auf sich ,sondern auch darauf, die Umwelt dabei nicht außer Acht zu lassen. Das fällt mir jetzt erst richtig auf.

        Ich glaube ja, dass die Kinder unsere Zukunft sind 😉 Man sollte die kleinen direkt mit einem gesunden Umweltbewusstsein erziehen. An die ältere Generation kommt man schwieirger ran, aber auch da ist es möglich Augen zu öffnen. Durch meinen Blog ist es leichter geworden. Wenn man die Leute mit dem Thema „zuquatscht“ geht das meistens nach hinten los.. wenn man die Menschen hingegen dazu kriegt den ein oder anderen Post zu lesen und sie sitzen dabei in Ruhe zu Hause und können es auf sich wirken lassen, hat es meist einen positiven Effekt.

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      • Ja, da hast du wohl recht. Allerdings habe ich wenig Möglichkeit irgendwelchen Kindern so etwas beizubringen, aber wenn ich später mal eigene Kinder habe, dann werden die auf jeden Fall mit Umweltbewusstsein aufwachsen 🙂
        Ich glaube allerdings auch, dass die meisten Menschen bisher nur an sich und ihre Generation denken, deshalb kommt dann vielleicht auch diese Einstellung, dass sie glauben, sie könnten ja alleine eh nichts mehr ändern. Aber man muss ja auch weiter denken. Meine zukünftigen Kinder und Enkel und so weiter sollen es ja auch noch gut haben! 🙂
        Das mit dem Lesen kann ich mir vorstellen. Allerdings fällt es mir noch etwas schwer, jedem von diesem Blog zu erzählen 😀

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      • Ja, da hast du wohl recht. Allerdings habe ich wenig Möglichkeit irgendwelchen Kindern so etwas beizubringen, aber wenn ich später mal eigene Kinder habe, dann werden die auf jeden Fall mit Umweltbewusstsein aufwachsen 🙂
        Ich glaube allerdings auch, dass die meisten Menschen bisher nur an sich und ihre Generation denken, deshalb kommt dann vielleicht auch diese Einstellung, dass sie glauben, sie könnten ja alleine eh nichts mehr ändern. Aber man muss ja auch weiter denken. Meine zukünftigen Kinder und Enkel und so weiter sollen es ja auch noch gut haben! 🙂
        Das mit dem Lesen kann ich mir vorstellen. Allerdings fällt es mir noch etwas schwer, jedem von diesem Blog zu erzählen 😀

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      • Trau dich. Ich weiß , das kostet überwindung. Ich hatte zuerst auch bedenken; Was werden die Leute sagen usw…. Aber wieso?! Das ist deine Lebenseinstellung und dazu solltest du stehen und du machst ja was gutes für dich und die Umwelt. Ist ja nicht so als würdest du jetzt in ner Table Dance Bar arbeiten und müsstest es deinen Eltern beichten.

        Kinder habe ich auch noch keine. Aber ich meine damit auch, dass man generell die jüngere Generation ansprechen sollte, nicht zwingend nur Kinder.

        „Was soll einer allein schon bewirken?“ Fragte sich die halbe Menschheit.

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  4. Herzlichen Glückwunsch zu Deinen ersten Erfolgen!

    Die Probleme, die Du beim Einkaufen schilderst, kenne ich auch. Das sind so die ganz hartnäckigen Brocken. Ich verwende gar keine Papiertaschentücher mehr, schon seit vielen Jahren verwende ich nur noch Stoff. Da habe ich zumindest ein Problemfeld weniger.

    Die Kosten halten sich meiner Meinung nach in Grenzen, ich habe ähnliche Erfahrungen wie Du. Durch das bewusste Einkaufen wird einiges kompensiert, sodass in Summe nicht mehr ausgegeben wird, auch wenn das eine oder andere für sich genommen schon deutlich mehr kostet.

    lg
    Maria

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    • Danke schön 🙂
      Ich nehme die Papiertaschentücher zum Abschminken, zusammen mit Distelöl, da ich bisher noch nichts besseres gefunden habe. Die brauche ich aber selten, weil ich das meist direkt unter der Dusche mit Wasser mache.
      Ja, ich war auch echt überrascht wegen der Kosten, aber ich habe mich auch sehr darüber gefreut! 🙂 Ich werde wohl nicht immer im Budget bleiben, aber das ist auch okay für mich, solange die Richtung stimmt :). Ab und zu muss man sich ja auch mal etwas gönnen. Ich lade zum Beispiel morgen meine Familie hier hin zum Essen ein, das sind 8 Personen. Das ist dann eben eine extra Ausgabe 😉
      LG

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