Wer hat an der Uhr gedreht ?

Uhr1

„Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?“ Diese Zeile stammt aus einem Lied von Paulchen Panther. Und wer kennt das nicht, ein bisschen was hier gemacht und ein bisschen da, noch einen Termin und dann der Blick auf die Uhr. „Oha, so spät schon wieder, dabei muss ich doch noch…

Ja, müssen wir denn wirklich? Oder lassen wir uns das von dieser hektischen Welt aufzwingen? Oder sind wir es gar selbst, die wir uns das aufzwingen? Ich gehöre auch zu den Menschen, die irgendwie nie Zeit haben, dauernd unterwegs sind oder einfach zuhause viel zu tun haben. Was davon ist aber wirklich notwendig und was davon einfach totale Zeitverschwendung?

Mein Tagesablauf: Ich stehe morgens auf, mache mich fertig, mache mir mein Essen und fahre zur Arbeit. Ich arbeite, fahre irgendwann wieder nach Hause. Dann räume ich auf, putze, koche, wasche, lerne, kaufe ein, fahre zu diesem oder jenem Termin oder schreibe diesen Blog. Irgendwann gehe ich dann ins Bett. Okay, es läuft nicht jeden Tag in der Woche so, aber wenn ich es anders haben will, dann muss ich mich schon bewusst darüber nachdenken. Früh ins Bett bin ich die letzten Wochen gar nicht mehr gegangen, dabei ist Schlaf doch so wichtig für unsere Gesundheit und Erholung. Eigentlich schlafe ich auch sehr gerne. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, für die richtige Portion Schlaf fehlt mir meistens die Zeit. Es ist doch komisch, wenn wir keine Zeit haben, sehnen wir uns nach dem Sofa und wenn wir endlich dort sind, ist uns entweder langweilig oder wir haben immer im Hinterkopf, was es alles noch zu erledigen gibt.

„Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter!“ Diesen Spruch kennt wahrscheinlich jeder. Und wer von uns hat es wirklich schonmal gemacht? Ich jedenfalls nicht. Vielleicht zum Teil, aber den ganzen Tag bestimmt nicht. Und was ist, wenn wir mal darüber nachdenken, was wir an einem solchen Tag machen würden? Ich würde sicherlich nicht einfach zur Arbeit gehen und das Gleiche machen wie an jedem anderen Tag. Aber damit fängt die Problematik schon in meinem Kopf an. Wenn ich jeden Tag so leben würde, als wäre er mein letzter, dann müsste ich auf der Stelle meine Arbeit kündigen. Naja, aber so einfach ist das ja nicht, denn ohne Geld lebt es sich eben auch nicht gut.

Also ist ein Umdenken angesagt. Wir müssen oder können nicht einfach jeden kompletten Tag so leben, als wäre es der letzte. Aber wir können jeden Tag ein bisschen dafür tun. Wir sollten uns Zeit für uns nehmen, Zeit für unsere Freunde und vor allem Zeit für unsere Familie. Für mich wäre an meinem letzten Tag nicht das Wichtigste noch mal Fallschirm springen oder schwimmen oder Eis essen zu gehen. Für mich wäre meine Familie am Wichtigsten. Und genau für die sollten wir uns mehr Zeit nehmen. Genauso für unsere Freunde und noch wichtiger, ein bisschen Zeit muss auch für uns selbst übrig bleiben. Einfach mal abschalten.

Wie wäre es zum Beispiel, mal einen schönen Waldspaziergang zu machen und einfach nur zu lauschen, was im Wald so passiert. Oder wie wäre es, sich mal eine Massage zu gönnen, in die Sauna zu gehen oder sich beim Sport zu entspannen. Ihr könnt natürlich auch ein Buch lesen. Eben das, wobei ihr am besten den Kopf ausschalten könnt und euch damit etwas Gutes tut.

Beim Sport kann ich es persönlich am besten. Danach bin ich immer entspannt und glücklich. Entweder man lässt seine Gefühle am Ball aus (bitte nicht am Mit- oder Gegenspieler) oder man geht ins Wasser oder steigt aufs Pferd und lässt alle Probleme und Gedanken am Boden zurück. Das geht natürlich auch beim Tanzen oder sonstigen Sportarten, ich denke ihr wisst, was ich meine.

Und jetzt mal ehrlich. Ich bin weit entfernt davon, mir genug Zeit für mich oder meine Familie zu nehmen und ich muss mich oft daran erinnern. Aber fangt einfach klein an, ich tue das auch. Dann klappt das schon und irgendwann weiß man dann auch, was wirklich wichtig ist. Und die blitzsauberen Fenster oder das dritte Mal Staub wischen in der Woche ist es sicher nicht. Dann geht lieber schlafen, dabei seht ihr das sowieso nicht und gebt eurem Körper die notwendige Erholung, die er braucht.

Vergesst doch einfach mal die unwichtigen Dinge und lebt bewusster, lebendiger! Ihr werdet feststellen, viele Dinge sind total unwichtig und bekommen einfach einen zu hohen Stellenwert im Leben. Am besten sieht man es, wenn es schneit. Die ganze Hektik ist auf einmal weg. Ganz plötzlich wird alles still und ruhig, so schön langsam. Ihr könnt sehen, wie jede einzelne Flocke fällt und wie die weiße Decke auf dem Boden langsam dicker wird. Keiner kommt mehr schnell von hier nach da, denn der Schnee bremst uns aus. Klar kann man das als Belastung und zusätzlichen Stress sehen. Oder man sieht es einfach als Auszeit und nimmt es positiv an und genießt es!

Viel Spaß bei eurer neu gewonnenen Zeit!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s