Backe, backe Kuchen oder weg vom Konsum-Wahnsinn

Collage1Es ist jetzt gut 1 1/2 Monate her, da entschloss ich mich, meinen Plastikkonsum zu minimieren. Deswegen habe ich mich mal ein bisschen im world wide web umgesehen und viele tolle Entdeckungen gemacht! Auch jetzt lese ich, wann immer ich die Zeit dazu finde, verschiedene Blogs, Tipps, Tricks und Erfahrungen. Mir macht das Ganze ziemlich viel Spaß, weil ich sehe, wie viel Erfolg man damit haben kann und weil es für mich so viel zu entdecken gibt. Dabei sind die Sachen, die ich entdecke doch eigentlich ganz einfache alte Hausrezepte. Dinge, die früher ganz normal waren und eigentlich immer so gemacht wurden. Und dann hat sich irgendwas geändert. Alles musste automatisch gehen, schnell, billig. Was wir davon haben, sehen wir, wenn wir in einen Supermarkt gehen. Fertigprodukte soweit das Auge reicht mit unentschlüsselbaren Inhaltsstoffen. Wer blickt da denn jetzt noch durch? Ich jedenfalls nicht. Aber es ist eben schnell und billig.

Billig. Ja für wen eigentlich? Für den Hersteller? Für den Produzenten? Für die Tiere, die Pflanzen? Für die Umwelt? Oder für uns? Für Tiere, Pflanzen um Umwelt sicherlich nicht. Die kostet es eine Menge, wenn man da mal an Regenwaldrodung, Überdüngung und Massentierhaltung denkt, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Für die Produzenten ist das Ganze sicherlich auch nicht billig. In vielen Bereichen werden nicht mal oder nur so gerade die Kosten gedeckt, die entstehen. Wo ist da die Fairness?

Billig ist es in der Tat für den Hersteller. Für uns vielleicht, vielleicht auch nicht. Billig geht aber eben auch nur auf die Kosten anderer. Und dann muss man sich doch die Frage stellen, ist es das alles wirklich wert? Ist es das wert, dass wegen einer fertigen, tiefgekühlten Nudelpfanne viele Menschen zu niedrigsten Löhnen arbeiten oder Tiere leiden mussten? Oder auch für das T-Shirt, das da so einladend im Laden rumhängt? Nein, das ist es nicht wert. Ich behaupte hier nicht, dass ich diese ganzen Dinge nicht auch schon zu Genüge gekauft hätte. Aber ich bin dabei, das ganze noch einmal zu überdenken, mir bewusst zu machen, was ich konsumiere und warum. Und etwas zu ändern!

Aus diesem Grund bin ich sehr dankbar darüber, dass es so viele tolle und einfach Rezepte von Spülmittel über Deo bis zu Frischkäse gibt. Ich habe inzwischen so viele Rezepte gefunden, dass ich mich schon total darauf freue, diese selbst auszuprobieren! 🙂 Aber einiges muss noch ein bisschen warten, weil ich eben manche alten Vorräte noch aufbrauchen möchte.

Damit ich aber schon schneller etwas ausprobieren kann, habe ich das Backen wieder für mich entdeckt! Ich habe vor ein paar Jahren immer sehr gerne gebacken (wäre da nicht dieses lästige Aufräumen und die Kuchendiebe :D). Aber irgendwie ist das mit der Zeit verloren gegangen und ich habe in den letzten zwei, drei Jahren vielleicht nur ein oder zwei Mal etwas gebacken. Jetzt, in meinem „Selbstmach-Fieber“, habe ich endlich mal wieder den Backofen angestellt und siehe da, schon zwei sehr leckere Kuchen sind dabei entstanden. Auch das Rezept für Frischkäse habe ich bereits ausprobiert und ich bin begeistert. Es ist so einfach!

Manchmal ist es eben besser, man geht mal einen Schritt zurück, vielleicht auch zwei und macht die Dinge wieder, wie Oma und Opa sie gemacht haben. Das macht Spaß und man weiß, was man isst, wie viel Arbeit darin steckt und zumindest teilweise, wo es herkommt. Man lernt, die Dinge wieder wertzuschätzen und nicht alles einfach für selbstverständlich zu nehmen!

Hier noch ein paar Bilder vom Frischkäse machen und vom Kuchen 🙂

Frischkäse machen1Frischkäse GlasSchokokuchen1

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7 Gedanken zu “Backe, backe Kuchen oder weg vom Konsum-Wahnsinn

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