Auslagerung von Klimagiften

Himmel1Wie können wir die Umwelt schützen? Diese Frage stellen sich inzwischen immer mehr Menschen. Und auch in Politik und Medien geht es immer öfter um die Vermeidung von CO2, das den Klimawandel beschleunigt und verstärkt.

Doch reicht es wirklich, das Auto ab und zu mal stehen zu lassen und dafür das Fahrrad zu nehmen? Reicht es, darauf zu vertrauen, dass deutsche Unternehmen ihren CO2-Ausstoß verringern, damit wir nicht mehr verantwortlich sind? Ganz klar: Nein!

Durch die strengen Richtlinien wird die Produktion in Deutschland immer teurer. Das heißt, wir Verbraucher müssen mehr bezahlen, um bestimmte Produkte zu bekommen. Dazu sind leider die wenigsten bereit. Also müssen sich die Unternehmen etwas anderes einfallen lassen. Entweder die Arbeiter hier müssen für weniger Geld arbeiten, die Qualität leidet oder die Produktion wird ausgelagert. Das kommt inzwischen immer häufiger vor, denn das ist meist die für die Unternehmen rentabelste Lösung. Im Ausland gibt es billigere Arbeitskräfte, weil die Menschen um ihr Überleben kämpfen müssen. Sie sind gezwungen für wenig Geld zu arbeiten. Durch die billigen Löhne kommt es allerdings auch dazu, dass die Menschen um ihr Überleben kämpfen müssen. Und in diesen Ländern gibt es weniger strenge oder keine Richtlinien für den Schadstoffausstoß.

Alle, die behaupten, sie tun etwas für die Umwelt, weil sie ein ach so sparsames Auto fahren oder Strom sparen etc., etc., aber trotzdem immer wieder viele Produkte aus China und Co. kaufen, belasten die Umwelt gleich mehrfach sehr stark.

Wir können uns da nicht rausreden mit unseren „strengen“ Umweltrichtlinien. Wir können unser Verhalten nicht damit entschuldigen, dass andere Menschen, Familien, Länder schlimmer sind als wir. Wir können nicht immer nur mit dem Finger auf andere zeigen, um von uns selbst abzulenken. Denn wir sind es, die in China und Co. produzieren lassen. Es sind damit auch unsere Emissionen, die da in der Luft landen. Wir haben sie nur exportiert, so dass wir sie nicht sehen. Dann ist es eben nicht mehr unser Problem, oder? Falsch! So einfach ist das nicht. Das gesamte Klima verändert sich, auch bei uns. Wir können nicht davor weglaufen, indem wir auf andere Leute verweisen. Jeder von uns ist für sein (Konsum-)Verhalten verantwortlich und jeder kann etwas dagegen tun!

Die Produkte, die aus Übersee kommen, belasten die Umwelt gleich mehrfach. Bei der Produktion entstehen viele Schadstoffe, die in die Luft oder ins Wasser abgegeben werden. Aber auch der Weg hier zu uns sollte mit bedacht werden. Immerhin werden dafür auch Transportmittel benötigt, die CO2 produzieren und die Umwelt verschmutzen. Und wie ist es da mit den Inhaltsstoffen? In Deutschland sind vielleicht einige Sachen verboten, wie ist es aber mit Produkten, die importiert werden?

Zumal bedacht werden sollte, dass nicht nur die Umwelt an sich darunter leidet. Nein, auch den Menschen dort geht es sehr schlecht. Wir alle kennen die Bilder vom Smog und von den Menschen, die mit einer Atemschutzmaske vor dem Mund herumlaufen und dazu noch für einen Hungerlohn unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten müssen. Tauschen möchte ich nicht. Ich denke, das will keiner von uns. Aber wir können etwas dagegen tun, wenn wir unser Konsumverhalten ändern. Ich will nicht behaupten, dass ich nicht auch schon sehr viele Produkte gekauft habe, die wie oben beschrieben produziert wurden, aber ich möchte in Zukunft etwas ändern.

Es wird vermutlich in absehbarer Zeit nicht möglich sein, nur noch Produkte aus Deutschland oder dem nahen Umland zu kaufen. Einiges gibt es hier gar nicht. Aber wir sollten mehr darauf achten, woher die Produkte kommen und wie sie produziert werden. Ein einfaches Made in Germany rettet uns da leider nicht. Es reicht teilweise aus, wenn ein Produktionsschritt in Deutschland erfolgt. Da ist die Rechtssprechung sehr ungenau. Hier muss genauer hingesehen und nachgefragt werden. Das ist schwierig, aber wir können alle mal damit beginnen, darauf zu achten, was wir kaufen und woher es kommt. Damit ist schon mal ein Anfang gemacht, der Rest kommt dann mit der Zeit.

Wir sollten uns einfach fragen, ob es das wert ist. Oder ob uns bestimmte Produkte mehr Geld wert sind und dabei vielleicht noch bessere Qualität und eine höhere Lebensdauer haben. Kurze Wege, faire Produktionsbedingungen, Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit, das sind Dinge, auf die wir beim Kauf achten sollten.

Damit möchte ich übrigens niemanden angreifen. Es ist trotzdem gut, das Auto stehen zu lassen, wann immer es geht und das Fahrrad zu nehmen oder zu Fuß zu gehen. Und ich will auch niemanden angreifen, der bisher gar nicht darauf geachtet hat. Das habe ich bis vor ein paar Monaten auch nicht. Jeder fängt mal klein an und das ist auch nicht schlimm. Wichtig ist, dass wir uns bewusst werden, was außerhalb unserer eigenen 4 Wände so passiert und dass wir etwas dagegen tun können!


einfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur neuen Blogparade Einfach. Nachhaltig. Besser. Leben
Die Linkparty findet im April auf diesem Blog statt.

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3 Gedanken zu “Auslagerung von Klimagiften

  1. Pingback: Nach der Linkparty ist vor der Linkparty: {EiNab} geht in die zweite Runde | Verrücktes Huhn - Neues aus dem wahren Leben

  2. Mir fällt dazu noch ein weiterer Aspekt ein – wenn wir nicht bereit sind einen fairen Preis für Produkte, die im eigenen Land produziert werden, zu bezahlen sodass die Produktion ausgelagert wird, bedeutet das umgekehrt, dass bei uns weniger Menschen Arbeit haben und dass die Arbeitslosigkeit steigt.

    Wir sägen also nicht nur im Bereich der Umwelt am eigenen Ast…

    lg
    Maria

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