Rückblick – Der März

Besser spät als nie, oder wie heißt es so schön? Wir haben inzwischen fast Mitte April (Kann mir jemand sagen, wo die ganze Zeit geblieben ist?) und ich habe meinen Rückblick zum März noch gar nicht online gestellt. Also kommt er jetzt, etwas später als geplant.

Der März ist mein dritter plastikfreier Monat. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Ich habe das Gefühl der Monat ist einfach nur an mir vorbei geflogen. Ich kann auch gar nicht mehr alles sagen, was passiert ist, dafür ging es viel zu schnell.

Ich habe es nicht ganz plastikfrei geschafft, aber ein bisschen wird wohl immer übrig bleiben, wenn man nicht alles selbst macht. Der März stand sehr im Zeichen des Do It Yourself, denn ich habe ein bisschen was probiert und einiges gebacken und gekocht. Außerdem wurde ich für den Liebster Award nominiert, was mich sehr gefreut hat. Hier nochmal der Link dazu.

Inzwischen sehe ich zum ersten Mal, dass sich mein Müll wirklich reduziert. Letztes Jahr habe ich alleine noch etwa einen gelben Sack voll Plastikmüll pro Monat gehabt (ganz genau kann ich es nicht sagen, da ich nie wirklich darauf geachtet habe, vielleicht waren es auch 5 Wochen oder so). Diesmal hatte ich in 4 Wochen nicht mal einen halben Sack voll, ich würde eher schätzen, ca. 1/3. Und das meiste darin waren Verpackungen von Dingen, die ich noch zuhause hatte! 🙂

1. Die Einkäufe

Diesen Monat gab es Backkakao, bei dem ich eigentlich dachte, er wäre wirklich in einer Papppackung, aber Pustekuchen, darin war eine vermeintliche Papiertüte. Diese habe ich dann mal eingerissen und siehe da, es kam Plastikfolie zum Vorschein. Sehr ärgerlich. Desweiteren habe ich Brot in Dosen gekauft. Das ist allerdings für meine Vorratshaltung und die Dosen kann man nach Verzehr des Brotes sehr gut wiederverwenden. Andere Dosen z.B. mit Gemüse etc. werde ich allerdings nicht mehr kaufen. Ansonsten habe ich Klebezettel zum Markieren gekauft, die ich zum Lernen brauchte, leider mit Plastikfolie verpackt und Motoröl in einem Plastikkanister. Das lässt sich aber leider nicht vermeiden. Zu guter Letzt kam mir noch ein Pflegeprodukt für Tiere ins Haus in einer Plastikflasche, die ich beim nächsten Mal dann aber selbst auffüllen werde. Also alles in allem ein relativ plastikarmer Monat und ich bin auch echt zufrieden.

2. Das Geld

Tja, was soll ich sagen. Diesmal habe ich mein Budget ein bisschen mehr überschritten. Aber auch diesmal hatte ich Ausgaben dabei, die wirklich nicht jeden Monat anfallen, weshalb das nicht so richtig zählt. Ich habe nämlich mein Gewürzsortiment etwas aufgestockt und Gewürze im Glas sind ja nicht so günstig. Dafür halten sie auch länger, denn es ist mehr drin. Die Gewürze haben schon einen Großteil des Überschreiten ausgemacht. Der andere Teil war reiner Luxus, denn ich war sehr viel beim Bäcker und das wäre nicht unbedingt nötig gewesen. Aber frau darf sich ja auch mal was gönnen! 🙂

3. Das Gefühl

Langsam wird es einfacher. Ich muss nicht mehr bei jedem Produkt nachdenken, denn inzwischen weiß ich bei vielen Dingen, wo ich sie plastikfrei bekomme. Klar, bei einigen Dingen muss ich noch etwas herumprobieren, aber das wird sich auch noch einspielen! Es macht auch Spaß, dass sich endlich ein paar sichtbare Erfolge einstellen und es macht natürlich auch mehr Spaß, wenn es einfacher ist! Manche Alternativen muss ich mir immer noch suchen. Da wären zum Beispiel Linsen. Ich kenne nur welche aus der Dose oder getrocknet in der Plastiktüte. Genauso mit Reis, den finde ich nur in Plastik. Bisher habe ich allerdings noch welchen zuhause. Demnächst werde ich mal in verschiedenen Läden suchen, ob ich nicht welchen im Jutesack bekomme, z.B. in einem türkischen Geschäft o.ä. Falls ihr da Tipps habt, immer gerne her damit!

4. Mein Umfeld

Tja, da hat sich nicht viel geändert, ich bekomme immer noch total gemischte Reaktionen und irgendwie habe ich das Gefühl, bei einigen ist das auch noch nicht so richtig angekommen, dass ich wirklich (am liebsten komplett) auf Plastik verzichten will. Aber das wird schon noch, da muss ich wahrscheinlich einfach ein bisschen Geduld haben und konsequent sein. Und dass es immer Menschen geben wird, die darüber lachen, das war mir vorher klar und ist mir auch ziemlich egal.

5. Das Selbermachen

Ich habe meinen Spaß am Backen wieder gefunden. Ich habe einiges Neues ausprobiert und mich immer sehr gefreut, wenn es funktioniert hat. Allerdings bin ich bei anderen Dingen nicht mehr ganz so euphorisch, wie ich es zu Anfang war. Die selbstgemachte Butter klappt zwar immer super, ist aber nicht sehr lange haltbar. Das stört mich ein bisschen, aber ist auch okay, weil ich sonst auch nicht besonders oft Butter gegessen habe. Wenn, dann eher phasenweise viel und dann wieder gar nicht. Mit meinem Geschirrspülmittel bin ich nicht mehr zufrieden und muss nochmal ein bisschen an der Zusammensetzung arbeiten. Außerdem habe ich mein zweites selbstgemachtes Deo ausprobiert und bin auch da noch nicht so ganz überzeugt. Dazu werde ich allerdings bald einen eigenen Beitrag machen! Achja, und es gab noch selbstgemachte Schokolade, den Beitrag dazu findet ihr hier.

Mein Fazit:

  • Dinge selbst machen ist manchmal viel Probiererei und erstmal auch Frust, wenn es dann doch nicht direkt funktioniert.
  • Ich bin immer noch sehr glücklich mit meiner Entscheidung, mein Leben plastikfrei zu machen.
  • Ich werde auch weiterhin Neues ausprobieren.
  • Ich würde noch viel mehr selbst machen, wenn mehr Zeit da wäre.

 

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8 Gedanken zu “Rückblick – Der März

  1. Pingback: 2015 – Mein Jahresrückblick | Grünes Einhorn

  2. Pingback: Rückblick – Der April | Grünes Einhorn

    • Das hoffe ich doch 🙂 Ich habe allerdings auch noch nicht so sehr gesucht, ein paar Dosen Linsen habe ich (leider) noch zuhause und Reis eben auch. Aber Plastik und Alu in meinen Vorräten werden immer mehr durch Glas und Papier verdrängt und bald bleibt mein Müllbeutel hoffentlich wirklich leerer! 🙂
      LG!

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      • Hallo!

        Ich habe inzwischen gar keine Dosen mehr, alle verbraucht und keine mehr nachgekauft. Und für alle Trockenvorräte habe ich lose oder in Papier verpackt gefunden. Die einzigen Konserven, die ich noch kaufe, sind Maiskörner und ganz selten Tomaten (ich koche die auch selbst ein, nur wenn sie aus sind muss ich kaufen) und das bekomme ich im Glas.

        lg
        Maria

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      • Ich habe mir einen Notfall-Vorrat angelegt, bzw. bin noch dabei. 😉 Deshalb habe auch viele Konserven. Allerdings gibt es alle neuen (bis auf das Brot) nur noch im Glas. Um im Sommer werde ich mit meiner Oma selbst einkochen 🙂
        LG!

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      • Oh wie schön! Marmelade habe ich immer schon eingekocht, aber vor rd. 3 Jahren habe ich begonnen, auch andere Vorräte einzukochen und bin total happy damit!

        Einige Rezepte habe ich auf meinem Blog schon veröffentlicht, falls Du Lust zu stöbern hast.

        lg
        Maria

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