DIY #2: Getestet: Zitronensaft als Haarspülung

Haare1Vor einigen Wochen habe ich angefangen, Apfelessig als Haarspülung zu verwenden. Ich war auch super zufrieden mit dem Ergebnis. Bis mir der Geruch irgendwann zu viel wurde. Das störte mich gar nicht beim Waschen oder kurz danach. Mich störte, dass meine Haare, sobald sie auch nur ein bisschen nass wurden, direkt wieder nach Essig rochen. Und auch wenn das zuhause nicht schlimm ist, in der Öffentlichkeit stört es mich schon, ich möchte nicht dauernd nach Essig riechen!

Ich habe auch mal eine Woche kein Apfelessig benutzt, sondern nur Shampoo. Ich habe in der Zeit ca. 3 Mal meine Haare gewaschen, aber der Geruch blieb. Und irgendwann war es so viel, dass meine Haare auch im trockenen Zustand leicht nach Essig rochen. Damit war ich ziemlich unzufrieden. Ich wollte allerdings auch nicht zurück zu herkömmlicher Spülung.

Eines Abends überlegte ich mit meiner Mama, was ich probieren könnte und sie meinte, dass Zitronensaft doch eigentlich auch funktionieren müsste. Erst war ich ein bisschen skeptisch, aber ich habe mich dann doch mal ans Internet gesetzt und gesucht. Das Ergebnis war nicht sonderlich zufriedenstellend. Überall gab es andere Angaben, hilfreich oder nicht, und die Mengen waren auch immer total verschieden.

Vorab ein Hinweis: Zitronensaft kann aufhellend wirken! Vor allem in Verbindung mit der Sonne. Wenn ihr das nicht wollt, dann lasst die Finger vom Zitronensaft.

Selbst ist die frau, habe ich mir gedacht und es dann einfach ausprobiert. Zur Not wollte ich halt wieder auf Apfelessig umsteigen. Was soll ich sagen, es hat ca. 1,5-2 Wochen gedauert, bis der Essiggeruch ganz weg war. Ich habe natürlich nicht jeden Tag meine Haare gewaschen! In der Zeit und auch danach war ich aber überhaupt nicht begeistert, irgendwie war das alles doof und meine Haare fühlten sich dann ganz komisch an. Ich wollte schon aufgeben, habe es dann aber nochmal probiert. Naja, vor allem, weil die Flasche noch nicht leer war. Und es hat funktioniert. Meine Haare sind fast genauso toll weich wie mit dem Apfelessig und lassen sich auch super kämmen. Es ist vielleicht minimal schlechter, aber trotzdem total gut! Und sie riechen nicht mehr. Weder nach Zitrone, noch sonst irgendwie. Aber gegen Zitrone hätte ich auch nix.

Woran lag es denn jetzt, dass es am Anfang nicht funktioniert hat? Ganz einfach: Ich habe noch ein herkömmliches Shampoo, dass ich benutze. Wenn das leer ist, dann werde ich mal eins selbst machen. Das  Shampoo war mein erstes tierversuchsfreies, also erstmal ein Versuch. Eigentlich ist das Shampoo nicht so toll, für meine Haare jedenfalls nicht, aber ich brauche es noch auf.

Das Problem an meinem Versuch war, dass ich meine Haare nach dem Waschen meist direkt geföhnt habe. Dass sie sich komisch anfühlten, lag also nicht an der Zitrone, sondern am Shampoo. Meine Spülung konnte bis dahin nämlich noch gar nicht richtig wirken. Als ich dem Ganzen noch eine letzte Chance gegeben habe, habe ich den Zitronensaft unbewusst über Nacht wirken lassen. Und siehe da, es tut meinen Haaren richtig gut!

Und nun zur Anwendung: Ich wende den Zitronensaft in der gleichen Menge an, wie den Apfelessig, also etwa 1:5 mit Wasser verdünnt. Das mache ich inzwischen nach Gefühl, ich messe nicht mehr genau ab. Die Mischung verteile ich nach dem Waschen im Haar und spüle es nicht aus. Am besten wirkt es über Nacht bzw. über mehrere Stunden!

Eine genauere Anleitung bzw. Tipps zum Auftragen findet ihr auch nochmal in meinem Post zum Apfelessig. Auch beim Zitronensaft gibt es von mir eine Empfehlung!

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12 Gedanken zu “DIY #2: Getestet: Zitronensaft als Haarspülung

  1. Die Zitronenspülung habe ich vor ein paar Tagen auch mal ausprobiert. Hat bei mir auch super geklappt 🙂 Werde ich jetzt immer machen, wenn ich mal Zitrone oder Limette übrig habe. Meistens braucht man ja maximal die Hälfte. Apfelessig hab ich auch eine ganze Zeit lang benutzt. Meine Haare haben nur am Anfang auch nach dem Trocknen noch nach Essig gerochen. Nach ein paar Wochen hatten sie sich daran gewöhnt. Vielleicht hast du nur nicht lange genug gewartet? 🙂

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    • Ja vielleicht, aber mich hat es dann doch ziemlich genervt. Inzwischen benutze ich festes Shampoo von Sauberkunst und brauche gar keine Spülung mehr 😉
      Damit bin ich super gut zufrieden und kann es echt nur weiterempfehlen. 😉
      Liebe Grüße!

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      • Ich habe eine ganze Zeit lang Roggenmehl als Shampoo benutzt und teste jetzt gerade die Haarseifen von Savion. Das feste Shampoo wäre vielleicht auch noch eine Möglichkeit, das werde ich sicherlich auch noch mal ausprobieren, danke 🙂
        Liebe Grüße 🙂

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    • Vielleicht liegt das ja auch an der Länge der Haare. Hatte aber die gleiche Erfahrung mit dem Apfelessig, wenn es über Nacht drin war, waren meine Haare immer noch viel weicher, als wenn ich sie direkt geföhnt habe 😉
      LG!

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