Plastik im Haushalt – Was geht und was bleibt?

Plastik im HaushaltIn letzter Zeit beschäftigt mich das Thema Plastik im Haushalt immer häufiger. So langsam wird es einfacher beim Einkauf auf Plastik zu verzichten. Ich weiß, was ich brauche und bei 90-95% der Sachen weiß ich auch, wo ich das bekomme. Soweit so gut. Aber was ist mit dem ganzen Plastik-Ramsch der so im Haushalt rumfliegt?

Das ist etwas, worüber ich immer mal wieder nachdenke und rede und heute auch mal schreiben möchte. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich erstmal alles entferne, was mit meinen Lebensmitteln in Berührung kommt. Also Pfannenwender, Kochlöffel etc. Zum Teil hatte ich da schon Alternativen, zum Teil gabs etwas Neues. Oder bisher auch noch gar nichts, z.B. für Dinge, die ich nicht oft benutze oder anderweitig lösen kann. Was in der Küche aber bleibt, sind z.B. die Messer mit dem Plastikgriff, denn die Klinge ist ja aus Metall und das reicht mir erstmal.

Anders sieht es da im restlichen Teil der Wohnung aus. Ich werde die Dinge erstmal behalten und weiternutzen, die nicht direkt mit dem Essen in Berührung kommen und noch gut funktionieren. Es macht für mich auch keinen Sinn, Dinge wegzuschmeißen, die noch funktionsfähig sind. Warum sollte ich denn auch die Klobürste oder Wäschekörbe wegschmeißen, wenn sie noch gut in Schuss sind und ihren Zweck erfüllen? Sinnvoll ist es, kein neues Plastik zu kaufen. Falls also mal etwas davon kaputt sein sollte, dann kommt es weg. Und der neue Ersatz wird dann, sowei möglich, plastikfrei.

Ganz ohne Plastik werden wir es wohl auch nicht schaffen, denken wir da nur man an die Computer, Handys, Fernseher etc. Ja okay, es geht auch ohne. Aber ich persönlich möchte das gar nicht und ohne Laptop z.B. könnte ich nicht bloggen und – noch wichtiger – ich wäre vielleicht erst sehr viel später darauf gekommen, auf Plastik zu verzichten.

Plastik hat ja auch seine guten Seiten, es ist ja nicht alles nur schlecht. Was würden wir denn z.B. ohne die Plastikisolierung um Kabel machen? Nur noch feste Leitungen mit Keramik haben? Und wie soll dann der Staubsauger überall hinkommen, wenn das Kabel nicht mehr flexibel ist? Achja, aprospros Staubsauger. Der wäre ganz schön schwer ohne Plastik und vermutlich auch unbezahlbar.

Wir können Plastik sicherlich ziemlich weit reduzieren, aber ganz vermeiden können wir es dann doch nicht. Und sollten wir vielleicht auch nicht. Gerade wenn ich an Ärzte oder Krankenhäuser denke, bin ich doch froh, wenn die Spritzen steril verpackt sind.

Wie viel jeder weglässt und in welcher Reihenfolge bleibt ihm überlassen. Für mich sind erstmal die Lebensmittel wichtig und dann kommt der Rest. Ausgetauscht wird nur, was kaputt ist und es wird kein neues, unnötiges Plastik mehr gekauft.

Außerdem sollte immer abgewogen werden, was vielleicht schlimmer ist. Kaufe ich dieses eine Teil, das vielleicht ein bisschen Plastik an sich hat, aber in meinem Land hergestellt wurde, vielleicht sogar unter fairen Bedingungen und umweltschonend oder kaufe ich das 100% plastikfreie, das 5mal um die Welt geflogen und gefahren wurde und unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurde?

Es gibt kein richtig und kein falsch, das muss jeder selbst entscheiden. Dafür muss man sich auch vor niemandem rechtfertigen, denn man selbst muss damit leben! Und jedes Stück weniger Plastik ist sehr gut!


einfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur neuen Blogparade Einfach. Nachhaltig. Besser. Leben
Die Linkparty findet im April auf diesem Blog statt.

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8 Gedanken zu “Plastik im Haushalt – Was geht und was bleibt?

  1. Ich sehe es genau so. Die Dinge aus Plastik (in diesem Falle Hartplastik), die für einen langfristigen Gebrauch gedacht sind, verwende ich schon noch. Vor allem, weil sie auch noch heil und funktionsfähig sind. Das, was ich aber immer weiter reduziere, sind diese Einwegverpackungen aus Plastik. Die vermeide ich jetzt mittlerweile.
    Dort, wo aber auch weiterhin in Zukunft Plastik zu finden sein wird, ist bei mir das Badezimmer. Da finde ich Glas nicht so prickelnd, weil es ja vorkommen kann, dass mir so ein Teil wegen Seife an den Fingern schnell mal aus der Hand fallen kann. Und die Splitter im Bad sind dann nicht so toll.
    Diese Gebrauchsgegenstände aus Plastik sind für einen langen Gebrauch gedacht und landen deswegen nicht nach der Leerung im gelben Sack. Gemeint sind hier Tuben, Tigel und solche Dinge, die ich sauber machen und wieder neu befüllen kann.
    Und ich sehe es wie Maria…lieber kleine Schritte als alles auf einmal wollen und dann überfordert sein.

    Einen kleinen Erfolg (nee…zwei sogar) sehe ich aber jetzt schon…

    1. unser gelber Sack wird schon schmaler

    2. mein Mann will sich jetzt einen Rasierhobel zulegen

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  5. ihr schreibt mir aus dem Herzen, dankt der tollen Mitarbeit meines Mannes haben wir innerhalb von drei Monaten es geschafft kein Plastik und Alu in der Küche zu haben …..sogar einfrieren geht in runden schraubgläsern ( immer 2 Finger breit frei lassen)……nur müssen wir uNS noch Messbecher aus Glas anschaffen……..wenn man überzeugt ist klappt diese Umstellung

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