Warum Aluminium keine Alternative ist

AluminiumAluminium ist ein silbrig-weißes Leichtmetall und das am häufigsten vorkommende Metall auf der Erde. Aluminium findet sich in unserem modernen Leben überall wieder: Zum Beispiel in Autos, in der Nahrung, in Verpackungen und in Kosmetik. Doch ist Aluminium wirklich so unschädlich, wie es aussieht? Viele Menschen sehen Aluminium als Alternative zu Plastik. Die Annahme, Aluminium sei weniger umwelt- oder gesundheitsschädlich, ist allerdings falsch!

Allein die Herstellung ist sehr energieaufwändig mit ca. 15 Kilowattstunden pro Kilo Aluminium. Hochgerechnet sind das ca. 15 Megawattstunden pro Tonne. Das ist etwa so viel, wie 2 Personen in 5 Jahren verbrauchen! Außerdem entstehen bei der Herstellung giftiges Kohlenstoffmonoxid (CO) und Kohlenstoffdioxid (CO2), welches die Umwelt zusätzlich belastet.

Aluminium kommt zum Beispiel in Form von Aluminiumsalzen in Deos vor. Diese Aluminiumsalze stehen im Verdacht, Brustkrebs auszulösen. Die Aluminiumsalze setzen die Schweißdrüsen zu, was die Transpiration verhindern soll, das heißt, man schwitzt erst gar nicht bzw. nicht sehr stark. Gerade bei Sprühdeos ist aber nicht ausgeschlossen, dass sich die Aluminiumsalze auch in die Milchdrüsen in der Brust setzen und diese ebenfalls verstopfen. Außerdem werden die Aluminiumteilchen über die Haut aufgenommen und können sich im Körper anreichern. Eine Alternative sind Deodorants ohne Aluminiumsalze. Diese verhindern allerdings nur das „Riechen“, nicht aber das Schwitzen an sich. Wundert euch darüber also nicht, wenn ihr nun das Deo wechselt!

Wir nehmen auch Aluminium mit der Nahrung auf. Dieses wird größtenteils vom Körper wieder ausgeschieden und schadet uns erstmal nicht. Allerdings nehmen viele Menschen deutlich mehr als die empfohlene Tagesdosis zu sich. Eine unbedenkliche Menge sind ca. 0,143 Milligramm am Tag pro Kilo Körpergewicht. Die meisten Menschen nehmen aber allein durch die Nahrung schon 0,2 Milligramm am Tag pro Kilo zu sich. Dabei wurden Deodorants etc. noch nicht berücksichtigt. Aluminium findet sich zum Beispiel in Lebensmittelfarbe als E 173 für Zuckerüberzüge von Kuchen und anderen Backwaren.

Doch nicht nur das reine Aluminium kann uns schaden. Die Konservendosen im Supermarkt sind ebenfalls aus Aluminium. Diese sind allerdings von innen beschichtet und in der Beschichtung wiederum findet sich unter anderem BPA. Ein Stoff, der den Hormonhaushalt verändert und zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes führen kann. Doch die Dosen enthalten noch weitere giftige Stoffe wie z.B. Formaldehyd (krebserregend). Besonders bei säurehaltigen Nahrungsmittel lassen sich vermehrt Schadstoffe in den Lebensmitteln finden.

Die einzig neutrale Alternative ist Glas, es ist undurchlässig und gibt nicht an die Nahrung ab. Und probiert es aus, ihr werdet den Unterschied bei z.B. Wasser ganz deutlich schmecken. Oder nehmt einmal Dosenbier, es schmeckt ganz anders als das aus der Flasche. Das sollte uns alle mehr stutzig machen!


einfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur neuen Blogparade Einfach. Nachhaltig. Besser. Leben
Die Linkparty findet im April auf diesem Blog statt.


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9 Gedanken zu “Warum Aluminium keine Alternative ist

  1. Danke für den guten Bericht. Ich habe mich auch schon intensiv mit Alu auseinandergesetzt. Der Abbau ist mit Vernichtung von Regenwald und hohem Wasser- und Strombedarf verbunden. Weiter fällt giftiger Rotschlamm als Industrieabfall an. Wenn immer möglich also auf Alu verzichten und falls nicht möglich, konsequent dem Recycling zuführen.

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  6. Hallo!

    Super, dass Du meiner Einladung gefolgt bist, wusste doch, dass Du echt viel beizutragen hast zu unserer Linkparty!

    Aluminium hat übrigens noch einen wirklich gravierenden Nachteil – das ist der Abbau, der die Umwelt sehr belastet und vor allem schon mehrfach zu richtigen Umweltkatastrophen geführt hat, wo auch Menschen zu Schaden gekommen sind.

    Siehe Akte Aluminium!

    lg
    Maria

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