Blueseal – Deckel ohne BPA und Weichmacher

Blueseal-DeckelPlastik will ich nicht mehr im Haus haben, also versuche ich wenn möglich, verpackungsfrei einzukaufen. Da das bei mir aber noch lange nicht so gut klappt, wie ich es gerne hätte, kaufe ich vieles alternativ in Papier/Pappe oder im Glas. Glas ist für mich eine gute Alternative: Die Gläser kann ich wieder verwenden und das Glas gibt keine Stoffe an den Inhalt ab. Soweit so gut, wäre da nicht der Deckel…

Um das Glas wirklich dicht zu verschließen, reicht ein Deckel aus reinem Metall leider nicht aus. Also muss etwas her, das abdichtet und das ist nun mal Kunststoff. Und dieser Kunststoff enthält normalerweise Stoffe wie BPA und Weichmacher, die dann in den Inhalt übergehen können. Das essen wir dann mit und das kann auf Dauer verheerende Auswirkungen habe. Dazu aber später mehr.

Inzwischen gibt es aber eine Alternative: Blueseal-Deckel von der Firma Pano. Diese Deckel sind zwar mit einer Dichtung ausgestattet, allerdings enthält diese kein BPA und keine Weichmacher! Damit wird ausgeschlossen, dass diese Stoffe in unsere Nahrung übergehen und wir sie dann unfreiwillig mitessen. Ich finde, das ist auf jeden Fall eine gute Alternative zu den normalen Deckeln!

Natürlich sind auch diese Deckel nicht kunststofffrei. Ich kann nicht beurteilen, wie sich der Dichtungsstoff ansonsten verhält und ich will auch nicht ausschließen, dass eventuell Teilchen davon in unsere Nahrung übergehen, aber ich finde es beruhigend, dass es wenigstens kein BPA und keine Weichmacher sind. Und es ist ein Schritt in die richtige Richtung, darüber können wir uns auf jeden Fall freuen!

Blueseal-Deckel erkennt man übrigens, wie oben auf dem Bild zu sehen, am blauen Rand innen. Leider gibt es kein äußeres Erkennungsmerkmal. Ich weiß allerdings, dass die Firmen Zwergenwiese und Feinkost Dittmann die Blueseal-Deckel verwenden. Außerdem verwendet Söbbecke Deckel ohne BPA und Weichmacher, wie ich auf Nachfrage erfahren habe, diese sind allerdings nicht eingefärbt. Ich habe auch eine weitere Anfrage gestartet, um mehr Firmen ausfindig zu machen, wenn ich da weitere Infos habe, gebe ich die natürlich an euch weiter!

Edit: Ich habe leider keine Antwort auf meine Anfrage bekommen. Allerdings hier noch ein paar weitere Firmen, die die Deckel verwenden: Bruno Fischer, Larsen Seafood, Orto Mio, Hutesa, Jütro, Münchner Kindl Senf, Tartex, Polli, Hojiblanca und Lee Kum Kee.


einfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur neuen Blogparade Einfach. Nachhaltig. Besser. Leben
Die Linkparty findet im April auf diesem Blog statt.

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21 Gedanken zu “Blueseal – Deckel ohne BPA und Weichmacher

  1. Weiß jemand, obs Gläser OHNE Dichtungsverschluss oben gibt? In meiner Küche hab ich nämlich lauter trockene Lebensmittel in Gläsern. Da brauch ich keine Dichtung oben.

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  2. Hallo,
    ich las auf einer Homepage (entweder die des Herstellers oder capro-glasshop), dass die Deckel beim Aufschreiben auf das Glas eine Temperatur von 60 – 80 Grad haben müssen, um dicht zu verschließen. Gibt es da bereits Praxiserfahrungen. Bekommt man die Gläser sonst nicht zu? Ich würde auch gerne trockene Lebensmittel (Reis ect.) in die Gläser füllen und möchte da nicht so gerne Restfeuchte vom Aufheizen mit einschließen. LG

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  3. Was mir Bauchschmerzen macht: als Ersatz für Bisphenol A wird meist Bisphenol S verwendet. Das ist bei den Meisten noch nicht auf dem Radar, wirkt aber leider ähnlich wie Bisphenol A und ist noch aggressiver/gefährlicher. Dummerweise findet man auf den Produkten dazu in der Regel keine Aussage, so daß man wohl davon ausgehen muss, dass alles Plastik, was als „Bisphenol A-frei“ gekennzeichnet ist, stattdessen Bisphenol S enthält. Googelt mal danach, da kriegt man das Gruseln…

    Deshalb bin ich inzwischen auch bei den Blueseal-Deckeln mißtrauisch. Das Einzige, was mich bei den Schraubgläsern beruhigt: hier ist nur eine sehr kleine Fläche betroffen, im Gegensatz zu Dosen oder Tetrapack und wenn man sie nach dem Einkochen nicht auf den Kopf stellt (wie das einige ältere Rezepte immer noch empfehlen), geht auch kaum was über, weil es keine Berührungen mit dem Inhalt gibt. Deshalb verwende ich weiterhin Schraubgläser (aber keine Dosen etc.).

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  4. Pingback: Kein Sommerloch bei {EiNaB}: Rückblick auf die Juni-Parade | Verrücktes Huhn - Neues aus dem wahren Leben

  5. Das Bild gibt von der Blue Seal Website gibt Auskunft über ein paar Firmen die Blue Seal verwenden:

    Vielleicht find ich ja noch mehr Produkte. Kann auch nicht sagen,ob diese Firmen Blue Seal inzwischen bei allen ihren Produkten verwenden.

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    • Hier noch mehr Firmen:

      „Prominente Anwender
      Erster Provalin-Anwender in der Praxis war die Firma Feinkost Dittmann, neben Verschlusshersteller Pano Entwicklungspartner f ̧r den Einsatz der PVC-freien Deckeldichtung. Mittlerweile verwenden weitere Firmen den der PVC-freien Deckel, der die herkˆmmlichen, f ̧r Migration anf‰lligen Materialien f ̧r Deckeldichtungen funktionsgleich ersetzen kann: Die Naturkostanbieter Bruno Fischer und Zwergenwiese, Larsen Seafood, Orto Mio, Hutesa, J ̧tro, M ̧nchner Kindl Senf, Tartex, Polli, Hojiblanca und Lee Kum Kee.

      Bei folgenden firmen befindet sich der Compound in der Qualifikation: Andechser Natur, Rapunzel, Arla, R ̧cker, Bˆklunder, Hochwald, Hochland, Odenwald und Gˆbber. In individuellen Gespr‰chen und Produktentwicklungen befindet Actega DS sich auch bei Markenartiklern wie Unilever, Mars, Heinz, NestlÈ oder Hipp. Sowie bei Eigenmarken von Alnatura, Tegut, Wilhelm Brandenburg und King’s Crown. Inzwischen hat auch der Verkauf nach Asien und Lateinamerika begonnen.“

      Quelle: http://www.actega.de/fileadmin/altana/downloads/press/Provalin_%20Mehr%20als%2050%20Millionen%20Verschlüsse%20im%20Markt_pack%20aktuell.pdf

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    • Hallo Jimmy!
      Diese Firmen verwenden nicht bei allen Produkten BlueSeal Deckel, deshalb habe ich sie nicht aufgeführt. Ich habe auch den Hersteller bezüglich eine Liste angeschrieben. Aber leider habe ich keine weitere Auskunft bekommen. Ich möchte keine Angaben machen, bei denen ich mir nicht zu 100% sicher sein kann, man soll sich schließlich darauf verlassen können. Ich werde also auch keine Firmen in die Liste aufnehmen, die den Deckel noch im Gespräch haben. 😉
      Ansonsten danke für deine Ergänzungen.

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  6. Echt blöd, dass man das von außen nicht erkennen kann. Immer wenn ich Antipasti kaufe, ist es ein großes Rätselraten, wie gesund die Leckereien sind, bis das Glas offen ist. Sowas wünscht man sich doch als Verbraucher *Sarkasmus*
    LG Zora

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    • Das finde ich auch immer schwierig. Leider waren die Hersteller der Deckel nicht sehr auskunftsfreudig und ich habe keine Liste der Verwender bekommen.
      Vielleicht hilft es ja, die Unternehmen anzuschreiben und ihnen das vorzuschlagen. Aber einfacher wäre es natürlich, das von außen zu erkennen.
      Liebe Grüße!

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  7. Pingback: Rückblick – Der Mai | Grünes Einhorn

  8. Hallo!

    Ich habe beobachtet, dass immer mehr Firmen diese Deckel speziell bei Produkten, die Öl enthalten, verwenden. Eine gute Entwicklung!

    Unangenehm ist mir jedoch aufgefallen, dass die Dichtung nicht so gut hält, sie löst sich mit der Zeit vom Deckel ab, da es keine Beschichtung sondern „angeklebt“ ist und macht den Deckel unbrauchbar.

    Ob ein Mehrfachgebrauch fürs Einkochen funktioniert bin ich mir unsicher, was ich sehr schade finde!

    lg
    Maria

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    • Ja, gerade ölhaltige Stoffe nehmen BPA und Weichmacher sehr gut auf, deshalb werden die Firmen wohl vor allem da umdenken. 😉
      Das ist mir noch nicht aufgefallen, aber ich habe diese Gläser auch noch nicht sehr oft wieder verwendet. 😉 Ich würde es mit dem Einkochen vielleicht erstmal mit Kleinigkeiten probieren. Die sollen aber eigentlich hitzebeständig sein!
      Liebe Grüße!

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