Freiheit

CIMG3883Freiheit bedeutet laut der einen Definition, der Zustand, unabhängig, nicht unterdrückt oder gefangen zu sein. Eine andere Definition besagt, Freiheit ist die Fähigkeit des Menschen, nach eigenem Willen Entscheidungen zu treffen. Das trifft beides zu. Plastikfrei zu sein, bedeutet aber noch andere Freiheit. Und damit hätte ich sicher nicht gerechnet, als ich mich vor ein paar Monaten dazu entschieden haben! Plastikfrei. Das klingt erstmal nach einer Riesenaufgabe. Ist es auch irgendwie, das will ich nicht abstreiten. Gerade am Anfang ist es gar nicht so leicht. Aber das liegt vor allem daran, dass wir unsere Gewohnheiten ändern müssen. In meinem Rückblick zum April habe ich schon geschrieben, bei Lebensmitteln ist es für mich inzwischen relativ leicht, plastikfrei einzukaufen. Ich weiß inzwischen bei den meisten Dingen, wo ich sie bekomme oder was ich selbst machen kann und kaufe dem entsprechend ein.

Aber zurück zum Titel: Freiheit. Das ist eine Erfahrung, die ich vor allem in den letzten Wochen gemacht habe. Ich habe in der Küche und im Bad schon einiges verändert und was soll ich sagen? Ich finde es wunderbar! Es ist unglaublich befreiend, nur noch wenige Dinge im Bad zu haben. Und es ist befreiend, weniger verschiedene Dinge einzukaufen oder Dinge mit nur wenigen Inhaltstoffen selbst zu machen. Das macht das ganze Leben irgendwie einfacher. Vielleicht denkt ihr euch gerade, ich spinne, aber es wirklich schön, sich wieder auf die wichtigen Dinge konzentrieren zu können. Die Zeit, die ich zum Einkaufen brauche ist inzwischen viel geringer, ich brauche mich nicht mehr entscheiden, was von den vielen bunten, verlockend aussehenden Dingen ich kaufe. Ich kaufe, was plastikfrei ist. Und wenn mir etwas nicht zusagt oder nicht plastikfrei zu haben ist, suche ich mir eine Alternative oder versuche es selbst zu machen.

Das mag im ersten Moment reichlich kompliziert und zeitaufwändig klingen, aber es ist ein tolles Gefühl, selbstgemachten Frischkäse zu essen oder mit einem einfachen Hausmittel die Haarspülung zu ersetzen! Man weiß, was man hat, was drin ist und man weiß die Dinge viel mehr zu schätzen, die man selbst gemacht hat. Das ist ein Stück Freiheit und ein Stück Glück.

Wenn ich mich in meiner Dusche umsehe, dann gibt es dort nicht mehr drei, vier, fünf verschiedene Flaschen mit irgendwelchem Chemiezeug. Es gibt ein Stück Seife, ein Stück Shampoo (dazu bald mehr!) und evtl. ein bisschen Spülung aus Apfelessig oder Zitronensaft. Mehr nicht. Und das ist gut so. Ich muss keine komplizierten Entscheidungen mehr treffen oder mich unnötig lange in irgendwelchen Geschäften aufhalten. Das ist ebenfalls ein Stück Freiheit.

Ich habe das Gefühl, mit dem ganzen Müll, den ich weniger produziere (und da ist noch ordentlich Luft nach oben!) trage ich auch weniger Ballast mit mir herum. Back to the roots, ein bisschen mehr Einfachheit, das trifft es ganz gut. Und durch weniger Ballast habe ich wieder einen besseren Blick für die wirklich wichtigen Dinge bekommen! Das ist ebenfalls Freiheit! An dieser Stelle habe ich nämlich die Möglichkeit, frei zu entscheiden, wie ich meine Zeit einsetze. Bestimmt nicht mehr, indem ich für Unnötiges Geld ausgebe oder für das Testen von unzähligen Kosmetikprodukten!

Probiert es aus, wenn ihr euch mit euren Zielen nicht zu sehr unter Druck setzt, werdet ihr sie viel leichter erreichen und dann wisst ihr, was ich euch zu beschreiben versucht habe! Viel Spaß dabei! 🙂


einfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur neuen Blogparade Einfach. Nachhaltig. Besser. Leben
Die Linkparty findet im April auf diesem Blog statt.

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6 Gedanken zu “Freiheit

  1. Mir geht es auch wie dir. Es geht mir gut mit dem plastikfrei und ich habe nicht das Gefühl, dass ich auf etwas verzichte, nur weil ich genau diesen oder jenen Artikel nicht kaufen kann.

    LG von Karin

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  2. Pingback: Was Plastikvermeidung mit Minimalismus zu tun hat | Grünes Einhorn

  3. Pingback: Kein Sommerloch bei {EiNaB}: Rückblick auf die Juni-Parade | Verrücktes Huhn - Neues aus dem wahren Leben

  4. Ich kenne das Gefühl auch, obwohl ich noch bei Weitem nicht so weit bin wie du. Wir sind hier ja auch zu viert, da kann ich das nur schrittweise, vorsichtig einführen. Aber den befreiende Effekt weniger und gezielter einzukaufen, weniger wegzuschmeißen habe ich auch schon erleben dürfen 🙂
    Viele Grüße
    Marlene

    Gefällt 1 Person

  5. Pingback: Rückblick – Der Mai | Grünes Einhorn

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