Gentechnik #1 – Was ist das?

GentechnikHeute werde ich eine kurze Serie zum Thema Gentechnik beginnen. Ich finde, das ist ein wichtiges Thema, bei dem man leider sehr schnell den Durchblick verlieren kann. Deshalb möchte ich in meinem ersten Artikel der Reihe zunächst erklären, was Gentechnik eigentlich ist, bzw. was gemeint ist, wenn allgemein von Gentechnik gesprochen wird. Am Ende der Reihe werde ich ein Fazit ziehen, bis dahin versuche ich, das Ganze nicht zu stark zu bewerten.

Was ist Gentechnik?

Im Grunde genommen ist Gentechnik die Veränderung und/oder Neuzusammensetzung von DNA. Dies wird entweder im Reagenzglas oder im lebenden Organismus gemacht. Die Ziele der Gentechnik lassen sich dabei zu einem Oberpunkt zusammenfassen: Die Verbesserung der Eigenschaften der Pflanze in allen Hinsichten. Dazu gehören:

  • Die Widerstandsfähigkeit der Pflanze, zum einen gegen Schädlinge und zum anderen gegen widrige Witterungsverhältnisse.
  • Der Nährstoffgehalt soll verbessert werden.
  • Aus den Pflanzen sollen in größeren Mengen Industrierohstoffe hergestellt werden, wie Biokraftstoff, Hormone, Impfstoffe etc.

Dabei unterscheidet man verschiedene Arten der Gentechnik:

  • Herbizidresistenz: Die Pflanzen werden resistent gegen verschiedene Wirkstoffe, die zur „Unkrautbekämpfung“ verwendet werden.
  • Resistenz gegen Insekten: Die Pflanzen sondern selbst ein Gift ab, dass gegen die Insekten wirkt.
  • Bakterienresistenz: Wird zum Teil bei Apfelbäumen eingesetzt, damit diese nicht krank werden.
  • Pilzresistenz
  • Trockentoleranz: Die Pflanzen verbrauchen weniger Wasser, was den Wasserverbrauch in der Landwirtschaft senkt und neue Anbaugebiete mit weniger Ernteausfällen ermöglicht.
  • Salz- und Aluminiumtoleranz: Um Ernteausfälle zu verringern, ist allerdings noch nicht anwendungsrelevant.
  • Bessere Nährstoffaufnahme.
  • Schnelleres Wachstum.

Anwendungsgebiete:

Angewandt wird die Gentechnik vor allem, um die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Herbizide und Insekten zu machen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist, die Pflanze resistent gegen Herbizide zu machen. Das macht die „Unkrautbekämpfung“ einfacher, sorgt allerdings auf Dauer auch dafür, dass die „Unkräuter“ resistenter gegen die Herbizide werden und diese Methode irgendwann nicht mehr funktioniert oder immer mehr und immer stärkeres Gift gespritzt werden muss.
Deshalb gibt es die zweite Möglichkeit, die Pflanze selbst genetisch so zu verändern, dass sie ein Gift gegen Schädlinge absondert. Das wiederum führt dazu, dass die Insekten immer toleranter werden und die Bekämpfung immer schwieriger. Dabei kann auch Gift abgesondert werden, das dafür sorgt, dass die Schädlinge beim Fressen der Pflanze sterben.
Als dritte Möglichkeit gibt es Pflanzen, die sowohl resistent gegen Herbizide sind, als auch selbst Gift absondern. Alle drei Möglichkeiten sorgen aber dafür, dass die Artenvielfalt erheblich gemindert wird. Die natürliche Folge dieser Veränderungen der Genetik der Pflanze sind also erhöhte Resistenzen und das Aussterben von Pflanzen und Tieren, die nicht nur schaden, sondern ebenso an anderer Stelle nutzen!


Hier kommt ihr zum zweiten Teil der Gentechnik-Reihe:

Gentechnik #2 – Ist das wirtschaftlich sinnvoll?
Gentechnik #3 – Anbaugebiete
Gentechnik #4 – Gentechnik in Lebensmitteln


einfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur neuen Blogparade Einfach. Nachhaltig. Besser. Leben
Die Linkparty findet im April auf diesem Blog statt.

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5 Gedanken zu “Gentechnik #1 – Was ist das?

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