Was in der Zahnpasta alles drin ist

ZahnpastaWir alle haben schon mal Zahnpasta gekauft, schließlich gehört das zu den ganz normalen Dingen in unserem Badezimmer. Aber es wird Zeit, sich die Inhaltsstoffe der Zahnpasta genauer anzusehen. Immerhin nehmen wir die Zahnpasta regelmäßig und mehrmals täglich in den Mund. Zahnpasta enthält sehr viele unterschiedliche Bestandteile, wie zum Beispiel Bindemittel, Feuchthaltemittel, Putzkörper, süßende Stoffe, schäumende Mittel, Konservierungsmittel, Farbstoffe und Aromen.

Diese Liste ist bereits sehr lang. Da stellt sich die Frage, ob all diese Stoffe wirklich nötig sind. Dazu ist es wichtig zu wissen, was die einzelnen Stoffe bewirken und woraus sie bestehen. Normalerweise schlucken wir die Zahnpasta nicht. Allerdings gelangen trotzdem Teile der Zahnpasta in unseren Körper. Zum einen, weil wir evtl. doch unbewusst ein bisschen Schaum mit runterschlucken und zum anderen, weil durch die Mundschleimhaut die verschiedensten Stoffe in unseren Körper aufgenommen werden. Doch welches sind die bedenklichen Stoffe und was bewirken sie?

Aromen und Süßstoffe:

Aromen sind vor allem in größerer Menge in Kinderzahnpasten enthalten, um das Zähne putzen besonders schmackhaft zu machen. Dazu dienen nicht nur die Aromen, sondern auch Süßstoffe wie Saccharin und Aspartat. Das allerdings verführt die Kinder auch oft dazu, die Zahnpasta zu schlucken statt auszuspucken. Auch der Süßstoff Sorbit ist oft in Zahncremes enthalten und steht im Verdacht, kariesfördernd zu sein.

Fluorid:

Fluorid wird häufig als sehr wichtiger Bestandteil der Zahnpasta angepriesen. Das Fluorid soll den Zahn schützen, doch ob es das wirklich tut, ist sehr umstritten. Sicher ist aber, das Fluorid Bestandteil von Rattengift ist. Das allein macht mich schon skeptisch. Na klar,  die Menge macht das Gift, aber schadet uns das Fluorid nicht trotzdem? Ja, tut es. Es hemmt die Enzyme, die für denn Zellstoffwechsel verantwortlich sind. Das merken wir nicht sofort, sondern erst nach Jahren. Doch dann ist oft unklar, woher die Gesundheitsschäden kommen. Doch nicht nur der Stoffwechsel leidet unter dem Fluorid, auch das Immunsystem nimmt dadurch Schäden, denn es ist darauf angewiesen, dass der Zellstoffwechsel reibungslos funktioniert.

Auf Zahnpasten, die Fluorid enthalten finden sich – je nach Menge – Warnhinweise, die darauf hinweisen, dass Kinder unter 6 jahren diese Zahnpasta nicht schlucken dürfen. Falls mehr also die normale, zum Putzen notwendige Menge verschluckt wird, soll sofort ein Arzt oder die Giftnotrufzentrale informiert werden. Wie soll ein Stoff für Erwachsene unschädlich sein, der für Kinder unter 6 Jahren ab einer bestimmten Menge tödlich sein kann? Dabei gilt: Eine halbe Tube Zahnpasta ist für ein 2-jähriges Kind tödlich, bei einem 6-jährigen Kind sind es immerhin noch 70% der Tube.

Natriumlaurylsulfat:

Natriumlaurylsulfat wird als reinigende Komponente und Schaummittel in Zahnpasta und vielen anderen Kosmetikprodukten eingesetzt. Es ist ein Tensid, das als hautreizend und allergieauslösend gilt. Es wird davon ausgegangen, dass Natriumlaurylsulfat die Mundschleimhaut austrocknet und diese dadurch anfällig für Reizstoffe wird, die dann kleinere Mundgeschwüre auslösen können.

Triclosan:

Triclosan wird als chemisches Desinfektions- und Konservierungsmittel eingesetzt. Es wird zur Prophylaxe gegen Karies in Zahnpasten und Mundwasser eingesetzt. Außerdem ist es unter anderem in vielen, tägliche gebrauchten Produkten, wie z.B. Seife oder Deo enthalten. Triclosan tötet mit seiner antibiotischen Wirkung jede Art von Bakterien, also leider auch die guten Bakterien unserer Mundflora, die die Aufgabe haben, den Körper zu schützen. Durch die antibiotische Wirkung aber werden die schlechten Bakterien irgendwann resistent gegen Triclosan, es fördert also sogenannte „Supererreger“.

Parabene:

Parabene sind eine günstige Möglichkeit, die Zahnpasta lange haltbar zu machen, sie dienen also als Konservierungsmittel. Parabene können, nachdem sie über die Mundschleimhaut aufgenommen wurden, den Hormonhaushalt des Körpers durcheinander bringen und Allergien auslösen. Außerdem wurden in verschiedenen Untersuchungen festgestellt, dass in Brustkrebsgeweben Parabene vorhanden sind. Und natürlich werden diese erst dann vom Markt verschwinden, bis ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Parabenen und Brustkrebs nachgewiesen wird.

Schleifmittel:

Schleifmittel – auch Abrasiva genannt – sind vor allem in hoher Konzentration in Zahncremes, die eine aufhellende Wirkung besitzen oder Zahnstein verhindern sollen. Doch auch in „normalen“ Zahnpasten sind Schleifmittel vorhanden. Leider steht auf keiner Verpackung, in welcher Menge diese Schleifmittel vorhanden sind. So lässt sich nicht nachvollziehen, wie sehr der Zahnschmelz beim Putzen abnutzt. Diese Abnutzung allerdings sorgt dafür, dass die Zähne empfindlicher gegen Hitze und Kälte werden und schneller von Bakterien angegriffen werden können. Der „Zahnverschleiß“ erhöht sich also.

Polyethylenglykole (PEG):

Polyethylenglykole sorgen als Emulgatoren in der Zahnpasta dafür, dass sich die verschiedenen Stoffe der Zahnpasta gut miteinander vermischen, also zum Beispiel die fetthaltigen mit den wässrigen. Die Zahnpasta soll schließlich schön gleichmäßig aus der Tube kommen. Aber das ist leider nicht die einzige Wirkung der PEG: Sie sorgen außerdem dafür, dass die Mundschleimhaut noch durchlässiger wird. Diese Wirkung wird von der Industrie sogar angestrebt, damit möglichst viele Wirkstoffe der Zahnpasta aufgenommen werden können. Dabei wird aber nicht zwischen guten und schlechten Bestandteilen unterschieden, und so wird die Mundschleimhaut auch durchlässiger für Parabene, Triclosan, Natriumlaurysulfat und Fluorid.

Die Verpackung:

Die meisten Tuben sind sogenannte Laminattuben. Diese bestehen aus zwei Kunststoffschichten, in deren Zwischenraum sich eine Metallschicht befindet. Dieser Aufbau sorgt dafür, dass sich die Tube wieder in ihre Ursprungsform zurückformt.

Nicht nur die Verpackung ist für mich ein Grund, Zahnpasta zu meiden. Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind genauso wenig erforscht und offengelegt, wie die für das Wasser. Wie meine Alternative aussieht, erfahrt ihr morgen!


Quelle 1
Quelle 2


einfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur neuen Blogparade Einfach. Nachhaltig. Besser. Leben
Die Linkparty findet im April auf diesem Blog statt.

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18 Gedanken zu “Was in der Zahnpasta alles drin ist

  1. Pingback: Konventionelle Zahnpasta – ein must have? | ich mach es anders

  2. Hallo Grünes Einhorn!
    Unabhängig von deiner Zahnpasta-Session 2015 habe ich mich dazu entschlossen, über Weihnachten selbst gemachte Zahnpasta auszuprobieren (wie du in meinen Kommentaren in deinem Beitrag über Kokosnussöl als Zahnpasta bestimmt schon festgestellt hast 😉 und ziehe es genau so auf wie du: zuerst einen Beitrag über die Inhaltsstoffe in konventioneller Zahnpasta und dann den Bericht über die selbst gemachte.
    Heute habe ich deinen Beitrag über die Inhaltsstoffe entdeckt und wollte nachfragen, ob ich ihn in meinem Beitrag, den ich nicht sooooo toll recherchiert habe, verlinken darf?

    LG Sabrina

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  3. Pingback: Kein Sommerloch bei {EiNaB}: Rückblick auf die Juni-Parade | Verrücktes Huhn - Neues aus dem wahren Leben

  4. Pingback: Rückblick – Der Juni | Grünes Einhorn

  5. Ich finde das alles erschreckend und v.a. verwirrend. Wie soll man sich als Eltern, die alles richtig machen wollen, zwischen Pest und Cholera entscheiden? In Dänemark fragt die behördliche Zahnärztin noch drei Mal nach, ob man dem Baby wirklich die Zähne mit einer erbsengroßen Menge flouridhaltiger Zahnpasta putzt. Alles andere wäre nicht gut für die Zähne. Gleichzeitig schlucken Babys die Zahnpasta natürlich, selbst manche 3jährige noch.
    Liebe Grüße,
    Marlene

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    • Ja, ich kann das voll verstehen. Und sobald man für das eine Problem eine Lösung hat, dreht man sich um, denkt alles ist gut und dann steht da schon das nächste Problem..
      Aber wir schaffen das schon 😀 Hast du mal Kokosöl probiert? ich bin echt super zufrieden.. Kannst du auch ein Beitrag weiter nachlesen 😉
      Liebe Grüße!

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      • Hab ich noch nicht, aber das werd ich mir mal anschauen! Ich finde es toll, dass du die chemischen Inhaltsstoffe so detailliert aufschlüsselst. Bist du Chemikerin? Liebe Grüße, Marlene

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      • Nein, leider nicht 😉 Aber ich habe mich schon in der Schule für Chemie ziemlich interessiert und ein bisschen Recherche hilft dabei 😉 Ich muss ja nicht das Rad neu erfinden 😀
        Aber ich werde im Herbst ein Studium beginnen, eins von zwei Fächern wird Chemie! 😉
        Liebe Grüße!

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      • Das stimmt. Aber ich denke mit selbst machen, kann man auch nix falsch machen. Und sonst giibts ja noch ganz nützliche Apps, wie Codecheck. Jetzt müsste nur noch jemand eine App erfinden, die einem verrät, woraus die Verpackung ist. Dann bleiben die bösen Überraschungen aus.
        Danke schön 🙂

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  6. Pingback: Zähneputzen mit Kokosöl | Grünes Einhorn

  7. Hallo!

    Ergänzen möchte ich Deinen ausgesprochen informativen Beitrag im Punkt „Schleifmittle“ noch. Denn ganz viele Zahnpastasorten enthalten Schleifmittel aus Microplastik, welches über den Abfluss und das Abwasser ins Meer gelangt.

    Wer möchte gerne Plastik im Mund haben und dieses dann vielleicht noch versehentlich verschlucken?

    Noch ein Grund mehr, auf eine alternative Zahnpasta ohne Microplastik und andere schädliche Substanzen umzusteigen!

    Ich verwende seit langem keine konventionelle Zahnpasta mehr.

    lg
    Maria

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