Zähneputzen mit Kokosöl

KokosölIhr fragt euch jetzt sicherlich, ob ich die Überschrift ernst meine. Ja, ich meine das ernst! Ich habe noch keine Zahnpasta gefunden, die nicht in einer Plastik- oder Aluminiumtube verpackt ist. Zudem enthalten die meisten Zahnpasten Stoffe, die ich weder im Mund haben noch in Abfluss spucken möchte. Welche Stoffe das sind, habe ich bereits im letzten Beitrag beschrieben.

Ich habe zuerst überlegt, ob ich mir nicht eine Zahnpasta oder ein Zahnpulver zum Putzen selbst machen könnte. Ich habe dazu auch viele verschiedene Rezepte gelesen, aber keins hat mich so richtig überzeugt. Entweder waren es die Zutaten selbst, wie zum Beispiel Natron, welche mich abgeschreckt haben oder die Anzahl der Zutaten, die mir zu hoch war. Ich wollte keine Zahnpasta/kein Zahnpulver aus 10 verschiedenen Zutaten, das musste doch auch einfacher gehen.

Und da habe ich mich daran erinnert, dass ich mal einen Artikel gelesen habe, dass Kokosöl gut für die Zähne sein und Karies verhindern soll. Eines Tages (vor ca. einem Monat) war es dann soweit. Ich wollte gerade Zähne putzen, griff schon zur Zahnpasta und zog meine Hand dann doch wieder zurück. Ich will das nicht mehr im Mund haben. Und da ich schon mehrmals darüber nachgedacht hatte, Kokosöl zu probieren, habe ich das dann einfach gemacht.

Ich habe mit vielem gerechnet. Damit, dass es eklig ist, Öl auf der Zahnbürste zu haben. Damit, dass es sehr nach Kokos schmeckt. Damit, dass es nichts bringt. Aber es war dann ganz anders. Es war fast, als würde ich ganz normal meine Zähne mit Zahnpasta putzen, vom Putzgefühl also gar nicht anders als sonst. Es schäumt lediglich nicht so sehr. Es schmeckte nur ganz leicht nach Kokos, eigentlich schmeckt es eher nach nichts. Und das Beste: meine Zähne fühlten sich viel sauberer an, als sonst! Ich war schon nach dem ersten Mal begeistert!

Ich putze jetzt seit ca. einem Monat meine Zähne mit Kokosöl und bin immer noch sehr zufrieden! Ich finde es auch toll, nach dem Zähne putzen keinen scharfen Zahnpasta-Geschmack im Mund zu haben. So kann ich direkt essen und trinken, was immer ich möchte und es schmeckt, wie es schmecken soll!

Wer den frischen Geschmack nach dem Zähne putzen trotzdem nicht vermissen will, kann sich einfach vorher einen Pfefferminz-Tee kochen und damit den Mund ein paar Mal ausspülen! Ein weiterer Vorteil ist, das Pfefferminze zusätzlich antibakteriell wirkt! Der Nachgeschmack der Minze hat auch nur sehr kurz Einfluss auf Speisen und Getränke, hebt sich also ganz schnell auf.

Aber Achtung: Während der Einnahme homöopathischer Mittel kann Pfefferminze deren Wirkung beeinträchtigen oder aufheben. Unbedingt vorher informieren!

Zur Anwendung:
Ich nehme immer eine etwa haselnussgroße Portion Kokosöl aus dem Glas und dann direkt in den Mund. Die Zahnbürste mache ich nass und dann wird losgeputzt. Anfangs habe ich das Öl noch auf die Zahnbürste gemacht, aber das hat bei mir leider nicht so gut gehalten, deshalb kommt es nun direkt in den Mund. Viel Spaß beim Ausprobieren!


Hier gehts zum Beitrag Was in der Zahnpasta alles drin ist


einfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur neuen Blogparade Einfach. Nachhaltig. Besser. Leben
Die Linkparty findet im April auf diesem Blog statt.

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27 Gedanken zu “Zähneputzen mit Kokosöl

  1. Ich putze seit 2 Wochen rein nur mehr mit Kokosöl, da ich mich mit dem Thema Flurid ect. auseinandergesetzt habe und ich möchte etwas rein natürliches haben! Ich bin damit super zufrieden und mir geht’s auch gut dabei, trotzdem habe ich kleine Bedenken dabei ob ich rein nur mit Kokosöl putzen soll oder irgendwas dazumischen sollte? Natron möchte ich nicht nehmen, hat hier jemand Ideen was ich dazu mischen könnte oder findet ihr reicht ein reines Kokosöl aus?

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  2. Also, Euren Ansatz nicht nur für die eigene Gesundheit sondern ebenso als Umweltschutz und Verpackungsvermeidung die herkömmliche Zahnpasta zu meiden finde ich toll. Ganz abgesehen von den Katastrophen die eventuell bei der industriellen Herstellung passieren.
    Zum kosmetisch-medizinischen Effekt: ich habe sehr empfindliche Zähne/Zahnhälse und diverse „Schutzcremes“ versucht. Z.B. Sensodyne oder elmex sensitiv professionell. Das Ergebnis war-besonders bei der elmex für schmerzempfindliche Zähne SOFORTIGE Wirkung, wie eine Versiegelung. Allerdings wurde die Schmerzempfindlichkeit allgemein drastisch ERHÖHT. Während ich morgens und abends diese Zahnpasten nahm, wurden also die Zähne (außer direkt nach dem Putzen) noch viel empfindlicher. Ich schließe daraus, das diese Pasten insgesamt die Zähne und den Zahnschmelz eher angreifen und schaden. Nachdem ich zwei Monate lang ausschließlich ein ayurvedisches Zahnputzöl auf Sesamölbasis ohne Flour oder ähnliches benützt habe war es deutlich besser, die Zähne wesentlich unempfindlicher und ich hatte ein sehr gutes Gefühl an Zähnen und Zahnfleisch. Ab morgen werde ich es nun mit Kokosöl versuchen gehe aber davon aus, das es gut sein wird.

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  3. Muss ich das kokosöl nach dem zähneputzen gründlich von den zähnen waschen,da es die zähne ansonsten angreift?
    Dies hab ich mal gehört und bin seit da ziemlich verunsichert 😦

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  4. Ich probierte neulich eine Zahnpasta mit Teebaumöl aus die teilweise aus Biozutaten ist und die ist so mild das sie so garnicht unangenehm ist und auch keinen so starken Film auf der Zunge hinterlässt.

    Bei mir werden die Zähne damit sauberer als mit Xylit und Kokosöl ist auch auf dauer nicht ganz geeignet.

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  5. Pingback: Zahnpasta ganz einfach selbst gemacht | ich mach es anders

  6. Ich hab mich mittlerweile auch drüber getraut und zwei „Pasten“ abgemixt. Einmal die Variante, wie von Sophie in ihrem Kommentar vorgeschlagen, und eine mit Tonerde, Ingwer, Salz, Wasser und Pfefferminzöl. Wir sind von beiden sehr begeistert. Bin schon gespannt, was mein Zahnarzt kommenden Montag dazu sagen wird. Denn ich brauch ja „unbedingt“ einmal wöchentlich Fluorid auf meine Zähe, wegen der Zahnspange :p

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  7. Na, das ist doch mal eine tolle Alternative und kommt gerade passend, weil ich bald eine Paste anrühren wollte. Bislang habe ich ja immer die Chemie-Zahnpasta aus dem Handel verwendet und will jetzt aber umsteigen auf natürlich.

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  8. Jetzt muss ich mich auch noch mal hier melden, auch wenn dein Beitrag schon recht alt ist. Seit ich das mit dem Kokosöl hier gelesen habe, fand ich den Ansatz geil. Inzwischen steht ein kleines Gläschen mit Kokosöl im Bad, der Rest wie gewohnt im Kühlschrank.
    Eine kleine Umstellung ist es schon, weil Schaum irgendwie besser hält im Mund – mit Kokosöl putzen ist so ähnlich wie nur mit Wasser putzen, hat bestimmt jeder schonmal zur Not gemacht. Aber schön ist auf jeden Fall das Gefühl hinterher – ich kann nämlich die ganzen scharfen Pasten auch überhaupt nicht ab. Dass sich die Zähne deswegen sauberer anfühlen, kann ich eigentlich nicht behaupten, aber ich konnte auch überhaupt keinen Nachteil bisher feststellen.
    Sehr interessant ist übrigens auch das Rezept weiter oben, in das Kokosöl Birkenzucker reinzurühren. das probiere ich auch mal.
    Ich werde auch bei Gelegenheit meine Zahnärztin dazu befragen, mal sehn, welche Meinung sie dazu hat.
    Auf jeden Fall danke ich dir für die Anregung! Wieder ein bissl weniger Plastik und Chemie, die ich verbrauche. 🙂

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      • So, ich habs nicht vergessen, dass ich mich hier noch mal melden sollte. 🙂
        Meine Zahnärztin meinte, dass sie dazu nicht viel sagen könnte, da sie sich mit diesem Thema noch nicht speziell beschäftigt hätte. Allerdings hat sie auch gesagt, dass sie durchaus schon oft davon gehört hätte, weil ja viele Leute kein extra Fluorid mögen. Und dass sie auf keine Fall etwas negatives dazu sagen könnte.
        Die Reinigungsleistung kommt vom Bürsten, nicht vom Schaum. Auch die fehlenden Putzkörper im Schaum müssen nicht schlecht sein, im Gegenteil – oft schmirgeln die mehr ab, als gut ist.
        Fazit: So lange niemand etwas negatives dazu sagen kann, ist das Putzen mit Kokosöl aus Sicht einer Zahnärztin genauso gut wie das Putzen mit Schaum. Und da aus meiner Sicht dann noch Geschmack und Umweltfreundlichkeit dazukommen, ist für mich die Sache mehr als klar. 🙂 Ich putze inzwischen schon einen Monat ausschließlich damit, und bin völlig zufrieden.

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      • Hallo Micha,

        ich hatte letztens einen Termin bei meinem Zahnarzt. Und weil ich gerade dort war, habe ich ihn mal gefragt, was er denn von selbst gemachten Zahnputzmitteln hält. Ich war ja neugierig. Er sagte dann, die wären nicht so gut und als erwachsener Mensch würden wir unbedingt Fluorid benötigen. Ganz ehrlich? Ich habe gar keine andere Antwort erwartet.

        Ich putze jetzt mit einer selbst angerührten und mir gefällt es echt gut und ich habe das Gefühl, dass meine Zähne jetzt viel sauberer sind.

        LG von Karin

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  11. Hat BioPlanete Koksöl einen Blue Seal Ring im Deckel ? Ich hatte nämlich mal ein Koksöl mit BlueSeal Ring.Aber muss gerade raten welches es war.

    Zudem stellt sich mir die Frage, ob dies relevant ist. Denn das Koksöl wird im Ernteland aus der getrockneten Kokosnuss gepresst oder per Zentrifugalkraft (Kulau Kokosöl) aus dem Fleisch rausgeschleudert. Danach werden Sie in Kunststoffbehältern weitertransportiert und später in Gläser gefüllt. Kulau sagt das sie Lebensmittelechte PET Behälter verwenden. Aber , ob das immer so ist weiß ich nicht.

    Zum Zähneputzen:
    Ich werde es nun mal mit pflanzlichem Kohle-pulver verwenden. Gibts auch direkt als Zahnpasta. Aber mit 11 euro/Tube (zumindest auf Amazon so teuer) etwas viel. Aus Japan ist es preiswerter, aber es stehen keine Inhaltsstoffe bei.

    Also einfach Kohlepulver auf die feuchte Zahnbürste geben oder mit Kokosöl mischen. Grobes noch nasses Meersalz im Mund schmelzen lassen und die Reste auf den Zähnen verreiben oder mit Zahnbürste geht auch. Abe lieber feiner mahlen.

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  12. Also ich bin ja ein Pulver-Putzer, bei mir kommt nur reine Schlämmkreide zum Einsatz – ich hab jetzt auch schon mal versucht Xylit und getrocknete Pfefferminze unterzumischen – meine Kinder fanden das aber nicht so toll – also werden wir wieder auf reine Schlämmkreide umsteigen. Aber die Sache mit dem Kokosöl versuche ich trotzdem mal…gleich heute Abend 🙂 LG

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  13. Pingback: Kleinvieh « Schreiben und lesen lassen

  14. Dascha interessant, und vielleicht eine Alternative für Urlaube – denn mein Pulver schlüpft durch sämtliche Deckeldosenvarianten, die ich bisher ausprobiert hatte *g* Das Öl ist dann wohl ziemlich fest? Denn „haselnußgroß“ geht ja mit Öl eigentlich nicht!?
    Hier,im Artikel und in den Kommentaren, diverse Alternativen dazu sowie etwas zum Thema Mikroplastik (das wurde ja in den Kommentaren zu Deinem gestrigen Beitrag angesprochen): https://fjonka.wordpress.com/2015/02/17/kleinvieh-15/

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      • Ich misch das Kokosöl (antibakteriell) mit
        Birkenzucker (= Xylit: stark karieshemmend) und
        Speisesoda (polliert die Zähne, macht die Zahnoberfläche super glatt und entfernt Verfärbungen bei längerem Gebrauch!!) und
        ätherischem Pfefferminzöl
        im Verhältnis 1/1/0,5 und 1-2 Tropfen ätherischem Pfefferminzöl. Bin damit super zufrieden und hatte zuvor noch nie so schöne glatte Zähne!!!

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