Die Sache mit dem Deo

Lavera DeoFrüher sollte mein Deo einfach gut riechen und gut wirken. Irgendwann habe ich dann erfahren, dass Aluminiumsalze in Deodoranten im Verdacht stehen, Brustkrebs zu fördern. Mit Freude habe ich festgestellt, dass mein Deo schon aluminiumfrei war. Und dann habe ich mich dazu entschieden, mein Leben ohne Plastik und Alu zu gestalten. Normales Deo fiel also aus. Was nun?

Als mein Deo dann irgendwann aufgebraucht war, habe ich versucht mir selbst eins zu machen. Ich fand die Idee, eine Deocreme zu nutzen eigentlich ganz gut und habe deshalb ein Rezept dafür von langsamerleben ausprobiert. Zutaten waren Kakaobutter (die ich bisher leider nicht ohne Plastik gefunden habe), Kokosöl, Natron, Stärke und ätherisches Öl. Also habe ich mein Deo zusammengerührt und es ist auch von der Konsistenz ganz gut geworden. Im Glas roch es auch sehr schön. Bei den ätherischen Ölen habe ich mich für eine Mischung aus Grapefruit und Zitrone entschieden.

DIY DeoDann habe ich das Deo ausprobiert. Und zwar direkt im Härtetest: In einer Stresssituation. An dem Tag hat es bei mir nicht so gut funktioniert, aber Stress ist immer eine Situation mit der die wenigsten Deos noch gut wirken. Also habe ich es noch ca. 2 Wochen lang weiter probiert. Leider hat das Deo mich nicht überzeugt. Weder auf der Arbeit oder beim Sport, noch an entspannten Tagen zuhause. Anfangs habe ich gedacht, ich muss mich erst daran gewöhnen, doch es wurde eher schlimmer statt besser. Ich hatte das Gefühl, das Deo (vor allem die Kakaobutter oder das Kokosöl) unterstützt die Geruchsbildung eher. Also musste etwas anderes her.

Als zweite Möglichkeit habe ich ein Sprühdeo aus Wasser, Alkohol und ätherischen Ölen selbst gemacht. Das Rezept stammt ebenfalls von langsamerleben. Im Artikel dazu stand, es braucht etwas Zeit, sich daran zu gewöhnen. Also habe ich es wieder ein paar Wochen lang probiert. Es hat auch besser gewirkt als die Deocreme, aber wohl gefühlt habe ich mich damit trotzdem nicht. Es hat einigermaßen funktioniert, aber ich musste öfter mal nachsprühen, was für mich nicht sehr sinnvoll ist. Daran könnte ich mich aber noch gewöhnen. Doch spätestens ab nachmittags hat auch das Nachsprühen nicht mehr so gut gewirkt, dass ich mich damit wohl gefühlt hätte.

Eine Zeit lang habe ich es dann ohne Deo probiert und nur für den Notfall mein Sprühdeo mitgenommen. Ehrlich gesagt hat kein Deo zu benutzen von allen Alternativen bisher am besten gewirkt. Aber es war für mich auch noch keine perfekte Lösung. Es hat zwar auch bei meinem körperlich anstrengenden Arbeitsalltag meistens funktioniert, aber jetzt kommt der Sommer und da wirds dann ja doch eher mal extremer. Irgendwie musste also noch etwas anderes her.

Im Internet fand ich dann viele Rezepte mit Natron. Das ist mir aber irgendwie ein bisschen suspekt, ich würde gerne etwas ohne Natron probieren. Also, falls ihr da gute Rezepte oder Tipps an der Hand habt: Immer her damit!

Meine bisherige Lösung ist ein gekauftes Deo von Lavera. Das gibt es in der Glasflasche, leider aber mit Plastiksprühkopf und Plastikdeckel, aber ich musste es diesmal nicht neu kaufen. Meine Mutter hatte noch eine volle Flasche herumstehen und mochte den Geruch nicht mehr so gerne. Es war den Versuch wert und bisher funktioniert es sehr gut, auch den ganzen Tag lang! Bis ich etwas besseres gefunden habe, werde ich das Deo erstmal weiter benutzen. Dieses Deo ist laut Codecheck übrigens auch frei von Schadstoffen!

Achja: Das Deo von monomeer in Papier ist bisher keine wirkliche Alternative für mich. Ich möchte vor dem Kauf immer erst riechen, ob es mir gefällt und ich finde, für ein Teil lohnt es sich überhaupt nicht, im Internet zu bestellen, vor allem, wenn es ein Fehlkauf sein könnte. 😉

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12 Gedanken zu “Die Sache mit dem Deo

  1. Ich verwende auch Kokosfett pur, das wirkt sogar tendenziell besser als die Deosprays, die ich vorher hatte, d.h. in puncto Geruchs- und Schweissfleckenbildung kaum noch etwas da…

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  2. Pingback: DIY Deo – schnell und einfach | Grünes Einhorn

  3. Hallo 🙂
    Ich habe gerade deinen Blog entdeckt, da ich auch immer mehr Bio/DIY/Plastik/Alufrei leben und machen möchte.
    Wieso ist dir Natron suspekt? Ich mache damit schon seit über einem Jahr meine Deocremes und bin superzufrieden. Auch meine ganze Familie wird von mir damit eingedeckt, auch meine Schwester war in der Schwangerschaft superzufrieden und meiner Mutter mache ich mittlerweile eins zum sprühen.
    Cocosöl soll eigentlich deodorierend wirken, wieso du das gefühl hast das es den Geruch begünstigt weis ich nicht.
    Bei Natron nur bedenken es nicht warm zu lösen, also ich gebe es immer in nahezu kalte Flüssigkeit und lass es sich langsam lösen, nur ab und zu schütteln.
    Probiers auch unbedingt mal mit Ätherischem Salbeiöl, das finde ich (in die Deocreme gerührt) auch sehr gut.
    Liebe Grüße, ich stöber mal weiter 🙂
    Claudia

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  4. Pingback: Rückblick – Der Juni | Grünes Einhorn

  5. Hallo! Ich kann berichten, das seit einem Jahr kokosöl mit Natron und äth. ZITRONENÖL unter meine AAchseln kommt und ich nur 2x in einem Jahr nen echten Aussetzer hatte. Auch kann 8ch berichten, das der Umstieg auf vegane Ernährung vor 2 Jahren dden Körpergeruch reduziert hat. Ansonsten kan. Ich die Deos von Manna empfehlen. Cremedeos in Aludöschen. Sehr ergiebig
    LG .

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  6. Hallo!

    Ich verwende ein selbst gemachtes Deo nach meinem Rezept, da ist KEINE Kakaobutter drin, nur Kokosöl und damit bin ich wirklich sehr zufrieden!

    Allerdings habe ich es auch nicht sehr beduftet, weil ich das nicht so gerne mag. Es riecht dann einfach neutral.

    Nachdem ich vor kurzem eine ähnliche Frage auf diesen Beitrag hatte, hier meine Antwort auch an Dich: Was mir spontan dazu noch einfällt, ist die Frage nach dem Material Deiner Oberbekleidung.

    Aus welchem Material ist Dein T-Shirt oder die Bluse, die Du trägst?

    Ich merke, dass bestimmte Materialien zum Geruch beitragen. Ganz besonders Kunstfaser, aber bei mir z.B. auch Viskose oder der Elastananteil, auch wenn er sehr gering ist.

    Daher trage ich fast nur noch reine Baumwolle am Körper. Seitdem habe ich wirklich gar keine Probleme mehr mit dem Geruch.

    lg
    Maria

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    • Danke, 🙂 Vielleicht probiere ich das mal. Allerdings war der Geruch nicht mein einziges Problem mit dem Cremedeo, z.T hatte ich auch Fettflecken auf meiner Kleidung 😦 Nicht immer, aber es kam vor und ist ärgerlich. Ich favorisiere inzwischen doch die Sprühversion. Aber ich finde da bestimmt eine gute Lösung und sonst probiere ich deine Version.
      Die Materialen sind glaube ich sehr unterschiedlich. Ich habe da früher nie drauf geachtet, welcher Stoff es ist, deswegen weiß ich es so nicht, aber ich hatte mit den selbstgemachten Deos immer Probleme, egal welche Kleidung, ob Arbeit, Sport oder Schule. 😉
      LG!

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  7. Das organic essence deo von monomeer ist wirklich supertoll und wirkt 1 a! Die Zitrussorte gefällt mir am besten und das Natron ist darin so fein verteilt, dass man kein kratziges Gefühl beim auftragen des Deos hat. Ich liebe es und werde es sicher immer wieder nachkaufen 🙂
    LG
    Ute

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