Plastikfreies Backpacking – Geht das? #2 – Ausrüstung

AusrüstungFür meine Backpacking Tour brauche ich nicht nur Kleidung, auch ein paar Ausrüstungsgegenstände dürfen natürlich nicht fehlen. Auch hierbei habe ich versucht, plastikfrei zu packen. Und auch hierbei musste ich einige Kompromisse eingehen.

Fangen wir beim wichtigsten an: Der Rucksack bzw. das Backpack. Naja, also eigentlich nehme ich zwei Rucksäcke mit, einen großen und einen kleinen als Handgepäck/Tagesrucksack. Dabei hatte ich echt Glück! Das Backpack habe ich von meinem Vater bekommen. Er war selbst schon damit auf kleineren Reisen unterwegs. Natürlich ist der Rucksack nicht plastikfrei, aber ich musste ihn ja auch nicht neu kaufen. Das spart nicht nur unheimlich viel Geld (ja, die Dinger sind schweineteuer), sondern auch neues Plastik. Denn hier wäre ich nicht darum herum gekommen. Mein kleiner Rucksack ist mein alter Schulrucksack, ebenfalls mit Plastik, aber ebenfalls nicht neu gekauft. Damit kann ich also gut leben.

Teller, Besteck, eine Dose für Essen und meine Trinkflasche sind aus Edelstahl. Ebenfalls aus Metall ist ein kleines Schloss, dass ich für die Hostelschränke mitnehmen werden. Bei Handtüchern hatte ich die Wahl: Kleine, kompakte schnell trocknende Mikrofaserhandtücher (extra für Backpacker) oder meine normalen Handtücher, die ich zuhause nutze. Ich habe mich hier für meine Handtücher entschieden. Die Vorstellung, mich mit einem Mikrofasertuch abzutrocknen fand ich nicht so toll und so kaufe ich auch kein neues Plastik. Immerhin mal eine positive Nachricht.

Auch mein Schlafsackinlay habe ich von meinem Vater. Es ist komplett aus Baumwolle, inklusive Hülle: besser gehts nicht! Als Wäschebeutel nehme ich einfach eine Stofftasche mit. Um ein paar Plastiktüten für nasse Sachen werde ich allerdings nicht herum kommen. Dazu werde ich aber Tüten nehmen, die entweder bei mir oder meinen Eltern noch herumliegen. Doch auch ein paar andere Dinge sind aus/mit Plastik. Zum Glück musste ich diese Sachen nicht neu kaufen: Ein Stück Wäscheleine, ein paar Wäscheklammern, ein Brillenetui für die Sonnenbrille, Oropax, ein Taschenmesser und ein kleines Notfallnähset.

Was nicht plastikfrei zu bekommen war, ist ein Geld-/Dokumentengürtel und ein Regenschutz für den Rucksack. In dem Fall ist es mir allerdings wichtig, das meine Kleidung trocken bleibt und meine wichtigen Dokumente, sowie meine Kreditkarte sicher verstaut sind.

Ebenfalls voll von Plastik ist die gesamte Elektronik. Hier finde ich es allerdings sinnvoll (vor allem bei Kabeln) und auch nicht anders möglich. Außer zwei Speicherkarten musste ich aber auch nichts davon neu kaufen.

Ihr seht also: Es ist sehr schwierig, auf Plastik komplett zu verzichten, wenn der Rucksack noch einigermaßen tragbar bleiben soll. Ich bin damit auch ganz und gar nicht zufrieden, aber da ich das meiste noch zuhause hatte und wegschmeißen und neu kaufen sinnlos ist, ist es einigermaßen akzeptabel. Dennoch habe ich mir die letzten Wochen viele Gedanken dazu gemacht und immer wieder abgewogen, ob dieses oder jenes für mich vertretbar ist.


Hier gehts zu den anderen beiden Teilen:

Plastikfreies Backpacking – Geht das? #1 – Kleidung
Plastikfreies Backpacking – Geht das? #3 – Hygieneartikel

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7 Gedanken zu “Plastikfreies Backpacking – Geht das? #2 – Ausrüstung

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  4. Hallo,

    mir gefällt dein Artikel und ist sehr interessant wie du das machst fast alles Plastikfrei mitzunehmen. Ich hätte da nur Bedenken über das Gewicht. Viele Sachen gibt es inzwischen in Ultra Leicht und so wiegt dann ein großes Badehandtuch z.B. nur noch 60 g und gerade beim Backpacking ist es doch wichtig auf jedes Gramm zu achten, denn man weiß wie schnell das Gewicht auf den Rücken schlägt und das Wandern über große Strecken sehr schwerfällig wird.

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    • Ja, das ist richtig. Aber ich werde nicht mit dem großen Rucksack wandern. Und das Gewicht, das mein Handtuch mehr wiegt, wiegt das feste Shampoo von SauberKunst z.B. weniger. 😉 Ich achte auch auf das Gewicht, ich möchte mir ja meinen Rücken nicht kaputt machen. Bisher komme ich gut hin (habe schon einmal Probe gepackt). Mikrofaserhandtücher kommen einfach wirklich nicht infrage (die geben ja auch bei jeder Wäsche Plastik ab).
      LG!

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      • Da habe ich noch gar nicht so drüber nachgedacht. Ist das wirklich soviel Plastik das von so einem Handtuch abgeht ? Sehe es eher als Vorteil, weil es winzig ist, wenig wiegt und somit Platz für wichtigere Gegenstände da ist. Habe aber z.B. keine Idee wie viel Wasser so ein 30 oder 60 g Handtuch aufnehmen kann. Gibt es Studien wie viel Schadstoffe es abgibt und wie viel ein klassisches Badehandtuch an Schadstoffen abgibt, wenn es nicht gerade aus Biobaumwolle und natürlichen Färbemitteln ist ?

        Wieviel wiegt dein Rucksack nun ?

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      • Ich weiß nicht wie viel von so einem Handtuch abgeht, aber es ist wie bei Fleece, jedes Mal beim Waschen gehen winzige Teilchen ab und können in der Kläranlage nicht herausgefiltert werden. Also landen sie überall. Und weil jedes unnötige Plastik im Wasser zuviel ist, werde ich mir kein Fleece und kein Mikrofaser mehr neu kaufen. 😉
        Über Studien zu den Handtüchern ist mir nix bekannt, aber ich möchte so oder so auch kein Plastik zum Abtrocknen nehmen 😉
        Mein Rucksack wog beim Probepacke 10,5kg, ich hatte aber noch nicht ganz alles drin. 😉
        LG!

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