Plastikfreies Backpacken – Geht das? #3 – Hygieneartikel

HygieneKommen wir zum dritten Teil meiner Backpacking-Vorbereitung. Diesmal wird es um die verschiedensten Hygieneartikel gehen. Ihr habt bereits gesehen, bei funktionaler Kleidung und Ausrüstung ist es gar nicht so einfach, auf Plastik komplett zu verzichten. Doch wie siehts da bei Shampoo und Co. aus?

Die Frage nach dem Shampoo kann ich euch ziemlich schnell beantworten: Ich benutze immer noch festes Shampoo von SauberKunst, von dem ich euch bereits berichtet habe. Seife ist ebenfalls kein Problem, entweder die von SauberKunst oder andere plastikfrei verpackte Seife.

Deo und Abschminkzeug geht ebenfalls plastikfrei: Ich werde selbstgemachtes Deo mitnehmen und als Abschminkmittel Distelöl, welches es in Glasflaschen zu kaufen gibt. Dazu selbst genähte Abschminkpads aus alten T-Shirts und Handtüchern. Damit im Rucksack allerdings nichts kaputt gehen kann und der Rucksack nicht zu schwer wird, werde ich sowohl das Deo als auch das Öl in alte Plastikbehälter machen. Auch Zähneputzen geht plastikfrei: Kokosöl gibts im Glas (ich werde es aber ebenfalls umpacken) und ich habe mir inzwischen plastikfreie Zahnbürsten bestellt, die ich mitnehmen werde.

Ein Punkt auf meiner Liste war noch Waschmittel. Da gibt es ja so kleine praktische Tuben für unterwegs. Auf die habe ich absichtlich verzichtet. Ich denke, das geht auch mit Waschmittel in Pulverform. Ich werde also einfach eine kleine Dose mit Waschmittel mitnehmen. Für eine kleine Handwäsche reicht das auf jeden Fall!

Kommen wir nun zu den Dingen, die ich nicht ohne Plastik mitnehmen kann: Sonnencreme, Mückenspray und Desinfektionsmittel. Ich möchte vor allem bei der Sonnencreme keine Selbstmachexperimente machen und im Glas habe ich diese Dinge noch nicht gesehen, wobei das auch wieder viel Gewicht ausmachen würde.

Der größte Plastikmüll entsteht jedoch bei meiner Reiseapotheke. Ein Erste-Hilfe-Set habe ich von meiner Mutter geliehen bekommen, es war also schon vorhanden. Doch alle Medikamente sind leider in Plastik und Alu verpackt. Grundsätzlich nehme ich (außer der Pille) keine Medikamente, wenn es nicht unbedingt absolut nötig ist. Da ich aber für ein fremdes Land vorbereitet sein will, nehme ich ein paar Sachen mit, für den Notfall. Hier geht für mich die Gesundheit vor, auch wenn mir der ganze Plastikmüll gar nicht gefällt.

Mein Fazit: Backpacking Touren sind eine ziemlich große Herausforderung. Ich habe hier vor allem über die Sachen geschrieben, die ich nicht plastikfrei bekomme. Ich denke, an einigen Stellen könnte man mit etwas mehr Zeit noch ein bisschen besser das Plastik umgehen, aber an vielen Stellen wird es sehr schwierig. Dennoch habe ich für einige Dinge eine Lösung gefunden, auch wenn das hier etwas in den Hintergrund gerückt ist.

Es ist für mich keine Lösung, auf den Urlaub zu verzichten, denn ich denke, es ist wichtig, mal über den Tellerrand hinaus zu schauen und andere Länder und Kulturen kennenzulernen. Dadurch kann man viel lernen und sich vielleicht auch etwas abgucken, in Hinsicht auf Plastikvermeidung. Ich denke auch, das mit jedem Urlaub mehr Erfahrung dazu kommt, und damit auch immer mehr Plastik verschwindet.

Ich habe für mich darauf geachtet, Wegwerfprodukte in Plastik so gut es geht zu vermeiden. Auch im Urlaub werde ich darauf achten, soweit das möglich ist. Ich werde hinterher auf jeden Fall darüber berichten. Ich freue mich auch, wenn ihr mir eure Erfahrungen zu diesem Thema mitteilt! 🙂


Hier geht es zu den anderen beiden Teilen:

Plastikfreies Backpacking – Geht das? #1 – Kleidung
Plastikfreies Backpacking – Geht das? #2 – Ausrüstung

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13 Gedanken zu “Plastikfreies Backpacken – Geht das? #3 – Hygieneartikel

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  4. Zu Sonnencreme: Das Essen von Beta Carotinreichem Obst und Gemüse erhöht den Lichtschutzfaktor der Haut. Gleichzeitig noch schauen das dein Vitamin D Wert ok ist, niedrige Vitamin D Werte = Lichtschutzfaktor niedriger, weil Haut empfindlicher.

    Dann kann man Koksöl als Sonnenschutz benutzen und ggf. mit Pigmenten vermischen. Lt. Hersteller einer Kokosöl bringt Koksöl einen LSF von 10. Kommt also drauf an wie lange du in der Sonne bleibst und Wo.

    Nachteil: Wie viele Sonnencremes die man kaufen kann hält auch Koksöl keine UVA-A Strahlung ab, die Krebs auslösen kann. UV-B wird dagegen immer abgehalten. http://www.waltersun.de/sonne-ist-leben-studien-interessantes/sonnenschutzmittel/

    Da noch ein Tipp:
    http://happygreenmind.de/natuerlicher-sonnenschutz/
    Bienenwachs muss ja nicht rein.

    ZU den Pigmenten suche ich noch. Wenn ich den Artikel zu Titandioxid lese erfahre ich aber das in normaler Sonnencreme auch viel schädlcihes enthalten ist. http://www.olionatura.de/_rohstoffe/?id=30 Zum Thema Plastik. Manche Mineralien können auf Nano Basis sein.

    Hier noch ein Rezept zu Sonnencreme: http://www.nourishing-swirl.com/2014/06/selbstgemachtes-sonnenoel-lfs-25-natur-pur/

    Himbeernusskernöl soll mit LSF 50 dabei den höchsten LSF haben. Non Nano Zinkoxid soll aber den gleichen Effekt haben. Vielleicht deckt dies ja besser ab.

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    • Danke für die Hinweise! 🙂 Ich hatte ja schon geschrieben, mit Sonnencreme werde ich allerdings nicht experimentieren. Das mag für Deutschland funktionieren und auch einen Versuch wert sein, aber ich neige dann doch eher zu Sonnenbrand und die Reise geht nach Australien – wo die Sonne sowieso nochmal ganz anders ist. 😉 Da möchte ich nicht zu viel riskieren 😉
      LG!

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  5. Hi! Von Savion (www.savion.de) gibt es eine spezielle Wäscheseife, vielleicht wär das was für dich? Ich hab sie allerdings selber noch nicht getestet, also keine Ahnung, ob sie gut ist.

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