Was Plastikvermeidung mit Minimalismus zu tun hat

Plastikfrei und MinimalismusPlastik vermeiden ist ein Thema, Minimalismus ein ganz anderes. Denkt ihr? Quatsch, das ist gar nicht so weit voneinander weg. Seit gut 7 Monaten versuche ich nun schon, auf Plastik zu verzichten. Das klappt mal mehr und mal weniger gut, wie ihr in meinen Rückblicken lesen könnt. Aber geändert hat sich seitdem einiges!

Minimalismus – was bedeutet das eigentlich? So eine richtige, feste Bedeutung habe ich nicht gefunden. Aber im Grunde genommen bedeutet es, Unwichtiges zu reduzieren, wegzulassen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das zu tun, was einen glücklich macht. Aber es bedeutet eben auch, nicht im Überfluss zu konsumieren, sondern nur das zu kaufen, was man wirklich braucht.

Nun würde ich mich selbst keinesfalls als Minimalistin bezeichnen, aber in den letzten Monaten hat sich mein Konsumverhalten doch deutlich verändert. Da bin ich eines Tages auf die Idee gekommen, Plastik aus meinem Leben auszuschließen. Dass es nicht so einfach wird, habe ich mir schon gedacht. Wenn man es aber wirklich will und/oder in kleineren Schritten vorgeht, ist das auch kein allzu großes Problem – nur eben eine Umstellung.

Zurück zum Minimalismus: Bei den Vorbereitungen zu meinem Backpacking-Urlaub ist mir aufgefallen: Ich habe ein halbes Jahr lang keine neue Kleidung gekauft. Keine Schuhe, keine Jacke, kein Kleid, nicht mal ein Paar Socken. Das hatte zwei Gründe: Erstens musste ich für den Urlaub ein bisschen Geld zusammen sparen und zweitens war das mit dem in den Laden gehen und einfach irgendwas Schickes kaufen gar nicht mehr so einfach. Denn wer weiß, wo da überall was drin ist?

Dabei habe ich aber noch was festgestellt: Es war gar nicht schlimm! Ich habe es eigentlich gar nicht vermisst. Auch über viele andere Anschaffungen, die ich vielleicht sonst gedankenlos gekauft hätte, habe ich fast immer erst mehrmals nachgedacht, bevor ich gekauft oder eben doch nicht gekauft habe! Insgesamt kaufe ich viel bewusster ein. Ich  überlege fast immer, ob ich das wirklich brauche oder nicht. Ihr seht also, Plastik vermeiden und der Ansatz von Minimalismus sind gar nicht so weit von einander entfernt. Denn Verzicht ist nicht immer nur eine Anstrengung, es kann auch ganz viel Freiheit bedeuten!

Advertisements

7 Gedanken zu “Was Plastikvermeidung mit Minimalismus zu tun hat

  1. Ach ja, das liebe Plastik. Dabei hat es auch Vorteile. Ersetzt man zum Beispiel seine Teller durch wegwerf-plastik-Teller, spart man viel wasser beim Abwasch.

    Manchmal ist es gerade unzerzichtbar, wie der Mann vor mir an der Kasse, der für 3 teile eine Tüte kaufte. Da kam ich mir mit meiner Stofftasche wie der letzte Öko vor. Wie peinlich und uncool.

    Gefällt mir

  2. Hallo, Du schreibst hier auf, wie es mir zu Anfang ging. Auch ich habe so begonnen, erstmal weniger. Aus meinem „ich gönn mir was“ Belohnungs- System ausgestiegen. Sieh da- war gar nicht so dramatisch. Zum Thema „wer weiß was da drin ist“ kann ich mich schon an acht- neun Jahre zurück erinnern, als ich der Kinderärztin unserer Kinder bezüglich der Inhaltsstoffe Löcher in den Bauch fragte. Über Kleidung, Impfungen, Pflegeprodukte, Medikamente….. Sie nannte mich Augenzwinkernd „die Sorgenmacherin“. Damals wusste ich noch nicht das ich drei Jahre später Plastikverweigerin (so gut es geht) werden würde. Und nicht nur Konsumtechnisch, sondern völlig ganzheitlich wird man irgendwann minimalistischer. Man reduziert sich nur noch auf das, was wirklich wichtig ist. Und das ist befreiend und mehr als ich mir jemals hätte erträumen lassen.

    Gefällt mir

  3. Hallo,
    ich versteh gut was du meinst. Je mehr man sich einschränkt, weil man Wert auf etwas legt und sofern man diese Einstellung verinnerlicht hat und nicht mehr anders will oder kann, dann wird es auch immer schwieriger etwas spontan zu kaufen.
    Ichkaufe z.B. keine Lebensmittel von Multinationalen Konzernen, aber manchmal mache ich dann doch Ausnahmen, vielleicht weil ich mir in macnhem zuviele Einschränkungen aufzwinge.

    Ich lebe z.B. vegan und möchte bei Kleidung insbesondere Jeans das sie ökologisch und Wissen wie und wo es angebaut, weiterverabeitet (Fäden Spinnen, Färben; Teilstücke Nähen, Färben) und zum Endprodukt verabeitet wird. Was nützt einem Faire Baumwolle wenn die weitere Verabeitung intransparent ist. Aber da gibts auch Ausnahmen denen ich traue und die versuchen alle Schritte offen zu legen. Aber eine Jeans die diese Anforderungen erfüllt bekommt man trotzdem nur selten ohne Lederpatch. Also bleiben nur in bestimmten Läden gucken oder stundenlang online suchen und doch nur 1 oder 2 zu finden. Vieles ist dann viel zu teuer. Wenn sowas 150-200 euro kostet z.B. bekommen die Leute die an der Herstelllung beteiligt sind meist trotzdem nicht mehr als woanders wo es Fairtrade ist.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s