Australia – welcome to a plastic world! – #3

Australien 3[Scroll down to English version] Jetzt gibt es, wie angekündigt, den dritten Teil meines Australien-Berichts. In den ersten beiden Teilen habe ich euch ein bisschen über das Einkaufen dort erzählt und warum es nicht mal annähernd so gut geklappt hat wie hier in Deutschland. Nun möchte ich euch noch von ein paar anderen Dingen berichten, die ich im Bezug auf Abfall und Plastik gesehen und erlebt habe.

Mülleimer gibt es glücklicherweise so ziemlich überall in Australien. Das fand ich super, denn so konnte ich meinen Müll immer direkt ordentlich entsorgen, ohne ihn lange mit mir herum zu schleppen. Was mich allerdings überrascht und auch verwirrt hat, war die „Mülltrennung“ dort. Die ist ziemlich undurchsichtig. Oft gibt es nur einen Mülleimer, dann gibt es auch nur eine Möglichkeit. Das ist ja bei öffentlichen Mülleimeiner in Deutschland genauso.

Was allerdings verwirrend war, war die Aufteilung in zwei Mülleimer an einigen Stellen. Dort gab es dann einen mit der Aufschrift „Waste“ und einen, auf dem das Wort „Recycle“ stand. Wenn man Glück hatte, waren noch ein paar Bildchen dabei, oder eine kurze Beschreibung, was in welchen Müll gehört. Aber auch das hat mir nicht immer weitergeholfen, da einige Dinge dort einfach gar nicht aufgeführt wurden.

Tja, und in welchen Müll muss ich meinen Abfall jetzt schmeißen? Offensichtlich war nicht nur ich darüber verwirrt, sondern auch die Australier selbst. Ich habe mich mit einigen von ihnen unterhalten und auch sie wussten nicht immer, was wohin gehört.
Da freue ich mich doch über das Müllsystem in Deutschland, das für mich deutlich transparenter ist.

Auch bei den Getränkeflaschen ist das so eine Sache. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man eine Info zu Pfand. Den gibt es, aber leider nur in zwei der australischen Staaten. Leider war ich in keinem von beiden und somit immer gezwungen, die Flasche nach Gebrauch in den Müll zu werfen.

Etwas erfreuliches gibt es dann aber doch. Ganze zweimal habe ich einen Laden gefunden, in dem es unverpackte Waren gab, z.B. Müsli, Kerne, Nüsse und so weiter. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich zwischen dem ganzen Plastik darüber gefreut habe. Auch zwei kleine alternative Läden habe ich gefunden, in einem von beiden habe ich dann einen „Schwamm“ aus Kokosfasern gekauft, mit dem man Pfannen und Töpfe sauber schrubben kann und im anderen habe ich sogar plastikfreie Zahnbürsten gesehen!

Es besteht also doch noch Hoffnung. Zumindest dann, wenn mehr Australier aufmerksam werden. Komischerweise ist ihnen die Problematik mit dem Müll im Meer scheinbar bewusst (zumindest denen, mit denen ich gesprochen habe), aber sie tun nicht wirklich etwas dagegen. Natürlich kann ich das nicht so verallgemeinern, dazu habe ich mit zu wenigen gesprochen, aber dennoch ist es das, was mir aufgefallen ist.

Australien ist ein wirklich wunderschönes Land und ich bin froh, diese Reise gemacht zu haben. Denn jetzt weiß ich wieder mehr zu schätzen, wie gut „plastikfrei“ hier funktioniert!


Hier gehts zu:
Teil 1
Teil 2


Australien 3Now you will get the third part of my Australia-report. In the first parts I told you about my experiences with the supermarkets and why it wasn’t as easy as here in Germany. Today, I want to tell you, what I saw and experienced with a few other things about waste and plastic.

Everywhere in Australia you could find bins, which is really helpful, so I dind’t have to carry my waste for a long time. But I was surprised how the Australians seperate their litter. Most of the times, there was just one bin, which made it easy. But sometimes there were two bins, one with the word „waste“ and the other with the word „recycle“.

If I had luck, there were little pictures or a text, which stuff you have to put in which bin, but sometimes there wasn’t. And even if there were those hints, they didn’t tell you about every kind of waste, so it wasn’t helpful all the times. But I wasn’t the only one confused by the bins, even the Australians didn’t know where to put their litter as I asked them. So, I am happy about the German seperating system, which is much easier to understand.

Another thing I was not happy with were the plastic bottles. As I looked very close I could find a hint for giving them back and getting 10ct back. But it was just for two of the Australian States and I wasn’t in one of them. So I had to litter all those bottles after using.

But there was something delightful, too: I found two shops, which sell their stuff without plastic. So you could bring your own packaging or use a paper bag for it. I was very happy to see that in this world of plastic. And I saw two little „alternative“ shops. In one of them I bought a „sponge“, made of coconut for pans and pots and in the other one I saw toothbrushes made without plastic!

So, I won’t give up hope. At least if the Australians become more mindful about plastic. I spoke to some of them and I heard, they know about the problems with the sea and all that garbage, but I think they don’t do much against it. I can’t generalize that, but it was something that I noticed.

Australia is really beautiful and I am happy that I spent my holiday there. Now I have a great regard for the possibilty to buy plasticfree in Germany. It’s much easier than in Australia!


Here you get to:
part 1
part 2

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4 Gedanken zu “Australia – welcome to a plastic world! – #3

  1. Hey, ich weiß nicht, wo genau du in Australien warst, aber es gibt eine Supermarktkette, the source bulk foods (http://thesourcebulkfoods.com.au/), die sich wohl gerade ziemlich ausbreitet. Dort bekommt man wohl sehr sehr viel verpackungsfrei und sie begrüßen es auch, wenn man seine eigenen Behältnisse mitbringt. Aber ich verstehe das Problem mit dem verpackungsfreien Reisen total, da ist es echt nochmal ne Nummer schwerer, vor allem, weil man gar nicht weiß, wo man was verpackungsfreies findet, selbst wenn es existiert.

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